
Neue Hoffnung
Diese Maßnahme könnte Morbus Crohn deutlich bessern
09.02.2026 – 15:21 UhrLesedauer: 2 Min.
Bei Morbus Crohn kommt es meist schubweise zu Entzündungen im Verdauungstrakt. Eine Studie zeigt nun, dass begrenzte Essenszeiten lindernd wirken könnten.
Morbus Crohn ist bislang nicht heilbar. Selbst eine dauerhafte Beschwerdefreiheit ist kaum erreichbar. Mit entzündungshemmenden Medikamenten lassen sich die Entzündungen jedoch bremsen und die Beschwerden lindern. Hilfreich sind zudem allgemeine Maßnahmen wie der Verzicht aufs Rauchen sowie eine individuell angepasste Ernährung. Entscheidend könnte dabei auch sein, wann die Betroffenen essen. Das legen zumindest aktuelle Studienergebnisse aus den USA nahe.
Obwohl Morbus Crohn oft mit Gewichtsverlust einhergeht, hat ein beträchtlicher Anteil der Betroffenen Übergewicht und Adipositas. Dabei wirkt sich besonders Bauchfett ungünstig aus, da es etwa die Krankheitsaktivität erhöhen und Entzündungen begünstigen kann.
In der Studie untersuchte das Forschungsteam, wie sich intermittierendes Fasten beziehungsweise Intervallfasten auf die Aktivität von Morbus Crohn bei Übergewicht und Adipositas auswirkt. Dazu wurde die tägliche Nahrungsaufnahme auf ein 8-stündiges Zeitfenster begrenzt, gefolgt von 16-stündigem Fasten. Wie in der Fachzeitschrift „Gastroenterology“ nachzulesen ist, führte dies bereits nach zwölf Wochen zu einer deutlichen Besserung.
An der Studie nahmen 35 Erwachsene mit Morbus Crohn teil, die gleichzeitig Übergewicht oder Adipositas hatten. Nach dem Zufallsprinzip wurden sie in zwei Gruppen aufgeteilt: 20 Betroffene kamen in die Fastengruppe, 15 behielten ihre normalen Essenszeiten bei. Nach zwölf Wochen stellte das Forschungsteam bei den Mitgliedern der Fastengruppe unter anderem fest, dass
Überdies führte das Intervallfasten dazu, dass die Betroffenen knapp 2,5 Kilogramm an Gewicht verloren. Dabei ging vor allem schädliches Bauchfett deutlich zurück. In der Kontrollgruppe kam es im Verlauf der Studie hingegen zu einer Gewichtszunahme von über 1,5 Kilogramm – und das, obwohl beide Gruppen ähnliche Lebensmittel in ähnlichen Mengen aßen.











