2. Bundesliga
Fankrawalle, Rote Karte, Eigentor: Hertha schlägt Dresden
Aktualisiert am 04.04.2026 – 22:58 UhrLesedauer: 2 Min.
Hertha BSC gewinnt ein hitziges Spiel gegen Dynamo Dresden. Das Sportliche rückt jedoch früh in den Hintergrund.
Das Zweitliga-Topspiel zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC ist von Pyrotechnik, einem Platzsturm und zweimaliger Unterbrechung überschattet worden. Der 1:0 (0:0)-Sieg des Hauptstadtclubs bei den Sachsen war nur eine Randnotiz.
Überschattet wurde die Begegnung jedoch von heftigen Ausschreitungen zwischen beiden Fanlagern. Es kam zu wilden Jagdszenen zwischen Dresden-Fans und der Polizei. Die Partie war zu Beginn fast 25 Minuten unterbrochen. „Das ist nicht das, was wir hier sehen wollten. Wir wollten ein tolles Topspiel am Samstag sehen. Ausverkauftes Haus, über 30.000 Menschen da. Realität ist leider, dass wir 100 Menschen auf dem Platz gesehen haben, ungefähr, die sich Pyrotechnik entgegengeworfen haben“, sagte Dynamos kaufmännischer Geschäftsführer Stephan Zimmermann beim Pay-TV-Sender Sky.
Martin Winkel köpfte Dresdens Alexander Rossipal an und von ihm ging der Ball unhaltbar ins Tor (80. Minute). Nur drei Minuten zuvor hatte Herthas Torhüter Tjark Ernst einen Elfmeter von Dynamos Vincent Vermeij halten können (77.). In der 66. Minute hatte Hertha-Stürmer Josip Brekalo nach grobem Foulspiel zudem die Rote Karte gesehen.
Schon nach drei Minuten musste die Begegnung erstmals unterbrochen werden. Die Herthaner zündeten Pyrotechnik mit blau-weißem Rauch in ihrem Gäste-Block, Dynamos Anhänger ein Feuerwerk hinter dem Ultra-Block außerhalb des Stadions. Nach wenigen Minuten setzte Jablonski die Begegnung bis zur zweiten Unterbrechung fort. Ob auch ein Abbruch im Raum stand, blieb zunächst unklar.
Sportlich egalisierten sich beide Teams im Mittelfeld. Großchancen waren Mangelware in Hälfte eins, die mit den Unterbrechungen insgesamt 71 Minuten andauerte. Nach dem Wechsel war mehr Tempo drin. Ab der 66. Minute musste Hertha in Unterzahl agieren. Josip Brekalo traf den Ball nicht, dafür aber mit der offenen Sohle den Dresdner Robert Wagner. Jablonski zeigte dafür die Rote Karte.
Dynamo erhöhte anschließend den Druck. Nach einem Handspiel von Paul Seguin gab es nach Videoüberprüfung von Jablonski Elfmeter für Dresden. Doch Herthas Tjark Ernst (77. Minute) hielt den Strafstoß gegen Vincent Vermeij. Quasi im Gegenzug köpfte Marten Winkler (80.) zur Gästeführung. Plötzlich sangen die Hertha-Fans wieder, die nach den Vorkommnissen den Support vorübergehend eingestellt hatten.











