
„Wahnsinnig frustrierend“
Biathlet sauer nach kurioser Panne am Schießstand
19.01.2026 – 12:53 UhrLesedauer: 2 Min.
Der schwedische Biathlet Henning Sjökvist fährt bei der Verfolgung in Ruhpolding sein bestes Weltcup-Ergebnis ein. Aufgrund einer Panne dominiert dennoch Ärger.
In den vergangenen Tagen machte der Biathlon-Weltcup in Ruhpolding Halt, aus deutscher Sicht endete es nicht mit einem Erfolgserlebnis. Der dritte Platz der Herren-Staffel ist das beste Ergebnis. Beim abschließenden Lauf, der Verfolgung der Männer, war Philipp Nawrath als Elfter der beste Deutsche. Die Enttäuschung dürfte damit groß sein – wohl aber nicht so groß wie der Ärger bei Henning Sjökvist.
Der Schwede beendete die Verfolgung in Ruhpolding letztlich auf dem 28. Platz, was die bisher beste Weltcup-Platzierung seiner Karriere ist. Aufgrund einer großen Panne beim Schießstand überwog bei ihm dennoch der Frust. Beim dritten Durchgang schoss der Italiener Patrick Braunhofer nämlich auf die Scheiben des Schweden.
„Ich habe einen Schuss abgesetzt und dann gesehen, dass er auf die Scheiben geschossen hat, auf die ich danach gezielt habe“, sagte Sjökvist im Gespräch mit der Zeitung „Aftonbladet“. Er habe den Vorfall umgehend bei den Offiziellen gemeldet, damit diese seine Scheiben zurücksetzen.
„Das kostet so viel Zeit und hat mit vor der vierten Runde so viel Luft genommen. Ich habe die gesamte Gruppe verloren“, beklagte der Schwede dennoch. Verärgert legte er nach: „Einfach unglaublich. Es ist wahnsinnig frustrierend, wenn man so ein gutes Rennen läuft und nicht die Chance bekommt, es komplett zu beenden.“
28 Sekunden musste Sjökvist am Schießstand warten. „Wie eine Ewigkeit“ habe sich das für ihn angefühlt: „Man weiß nicht, wie viel Zeit vergeht, aber man hat das Gefühl, dass es Stunden sind.“
Die 28 Sekunden wurden ihm am Ende von seiner Gesamtzeit abgezogen, Braunhofer erhielt zudem eine Strafe von zwei Minuten aufgerechnet. Für Sjökvist war dies im Nachgang nur ein schwacher Trost, der Zwischenfall hatte ihn offenbar aus der Bahn geworfen. Er habe das Gefühl, mehr Zeit verloren zu haben „als ich zurückbekommen habe“, und hielt daher fest, „sehr sauer“ zu sein.











