„Ein Duell, das Sie ausarten lassen“
Heftiger Streit zwischen Schwesig und Holm
11.09.2026 – 23:18 UhrLesedauer: 2 Min.
Manuela Schwesig (SPD) und Leif-Erik Holm (AfD) geraten bei einer Sendung zur Wahl in MV aneinander. Vereinbarte Regeln spielen plötzlich keine Rolle mehr.
Bei einem Wahl-Forum des „Nordkurier“ in Güstrow gut eine Woche vor der Landtagswahl in MV musste Moderatorin Verena Lukaschik intervenieren: „Ich glaube, das ist ein Duell, das Sie ausarten lassen.“ Das Thema Nord Stream 2 hatte zu einem teils hitzigen Schlagabtausch zwischen Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) und ihrem AfD-Herausforderer Leif-Erik Holm geführt.
Zwar gab es feste Regeln und Zeitvorgaben, die beiden Politiker setzten sich aber zwischenzeitlich einfach darüber hinweg. An dem Forum nahmen auch Vertreter und Vertreterinnen von Linke, CDU, Grüne, BSW und FDP teil.
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Schwesig warf der AfD vor, im Landtag einen teuren Untersuchungsausschuss unterstützt zu haben. „Um mich an den Pranger zu stellen“, wie sie sagte. Der Ausschuss befasste sich mit der Klimaschutzstiftung Mecklenburg-Vorpommern, die die Fertigstellung der deutsch-russischen Gaspipeline angesichts drohender US-Sanktionen unterstützt hatte. Dass die AfD den Untersuchungsausschuss unterstützt habe und zugleich für eine erneute Nutzung der Pipeline werbe, passe nicht zusammen, so der Vorwurf Schwesigs.
Holm entgegnete, die Einsetzung des Untersuchungsausschusses sei selbstverständlich gewesen. Es habe schließlich Sachverhalte gegeben, die man habe aufklären müssen. Mit der Haltung zur Pipeline habe das nichts zu tun. „Wir haben Nord Stream immer unterstützt.“
Schwesig attackiert – Ablehnung im Publikum
Schließlich schaltete sich CDU-Spitzenkandidat Daniel Peters ein und warf Schwesig vor, „grundlegende parlamentarische Rechte wie die Einrichtung eines Untersuchungsausschusses“ zu diskreditieren. Erneut ergriff Schwesig das Wort: „Hier geht es um die Glaubwürdigkeit der AfD. Wenn Sie die verteidigen, dann ist das ihre Sache, Herr Peters.“ Für diese Attacke erntete sie ablehnende Reaktionen aus dem Publikum.
Auch FDP-Spitzenkandidat Jakob Schirmer beschwerte sich über das ausgeuferte Zwiegespräch: „Wir haben hier Regeln vorgesetzt bekommen.“ Er finde es ungeheuerlich, wie sich die Diskussion entwickle. Moderatorin Lukaschik sagte: „Ich glaube, genau an dieser Stelle, danke auch noch mal, Herr Schimmer, danke für die Wortmeldung, holen wir uns unsere Veranstaltung wieder zurück.“ Danach leitete sie zum nächsten Thema über.











