„Auch Deutschland nicht außen vor“
136 Liter Regen pro Quadratmeter – Griechenland warnt per SMS
Aktualisiert am 03.11.2026 – 14:25 UhrLesedauer: 2 Min.
Griechenland kämpft mit starken Unwettern. Ein Lokalpolitiker spricht von einer „biblischen Katastrophe“.
Die schweren Unwetter in Griechenland halten weiter an. Der staatliche Wetterdienst warnt für den Dienstag vor Unwettern und extremem Niederschlag. Besonders betroffen sein sollen der Norden und Osten des Landes. Auch Hagel ist möglich. In einzelnen Regionen sollen bis zum Mittwoch pro Quadratmeter 136 Liter Regen fallen.
Die Auswirkungen sind im ganzen Land spürbar. Auf der griechischen Insel Lesbos ist am Dienstag ein mit mehreren Schülern besetztes Taxi umgekippt. Die drei Schüler und der Fahrer wurden leicht verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Wie der griechische Sender ERTNews schreibt, war es wahrscheinlich wegen einer rutschigen Fahrbahn zu dem Unfall gekommen.
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Bereits am Wochenende war die beliebte Urlaubsinsel Rhodos besonders betroffen. Der Regen hielt 17 Stunden an, wie der Sender ERTNews berichtete. In den sozialen Medien kursieren Videos, auf denen zu sehen ist, wie sich Straßen durch die Wassermassen in reißende Flüsse verwandeln.
Griechenland von Unwettern getroffen: „Biblische“ Ausmaße
Durch die Überschwemmungen auf Rhodos war es zu erheblichen Schäden an Häusern gekommen, wie lokale Medien berichteten. Auch Fahrzeuge sollen von den extremen Strömungen mitgerissen worden sein. Teilweise seien die Fahrzeuge ins Meer gespült worden. Der Präsident der Gemeinde Archangelos, Christos Ikoutas, sprach im griechischen Fernsehen von einer „biblischen Katastrophe“.
Die Schulen blieben auf der Insel zwischenzeitlich geschlossen, der Zivilschutz verschickte an die Bewohner zudem eine Warn-SMS. Sie wurden angewiesen, sich möglichst nicht im Freien aufzuhalten und Autofahrten zu vermeiden.
Unwetter im Mittelmeerraum: Auswirkungen auf Deutschland?
Wie der Wetterexperte Dominik Jung für den „Merkur“ erklärt, hängen die starken Regenmengen in der Mittelmeerregion mit dem menschengemachten Klimawandel zusammen. Durch die gestiegenen Temperaturen sei das Meer stark energiegeladen – diese Energie entlade sich dann im Herbst.
Zu den Unwettern kommt es, wenn Höhenluft aus Nordeuropa auf die Tiefdruckgebiete über dem warmen Mittelmeer trifft. Jung schreibt: „Auch Deutschland ist nicht außen vor: Feuchte Mittelmeerluft kann bei passender Wetterlage auch bei uns Starkregen auslösen.“










