Wut nach Aussage von Fabians Vater

„Auftritt war an Peinlichkeit nicht zu überbieten“


30.04.2026 – 18:33 UhrLesedauer: 2 Min.

Fabian gemeinsam mit Mutter Dorina (Archivbild): Die Nebenklägerin reagierte wütend auf Aussagen von Fabians Vater. (Quelle: SchwarckMedia)

Im Mordfall Fabian sagt am zweiten Prozesstag der Vater des Jungen und Ex-Partner der Angeklagten aus. Was er sagte, macht Fabians Mutter fassungslos.

Nach dem zweiten Prozesstag im Mordfall Fabian vor dem Rostocker Landgericht hat sich Fabians Mutter angesichts der Aussagen des Vaters des Jungen fassungslos gezeigt. Die Anwältin von Dorina L., Christine Habetha, sagte t-online im Namen ihrer Mandantin: „Dieser Auftritt war an Peinlichkeit nicht zu überbieten.“ Weiter sagte sie: „Er hat Fabian heute ein zweites Mal sterben lassen.“ Die Mutter des Jungen ist Nebenklägerin im Prozess und hatte zuvor selbst als Zeugin ausgesagt. Sie und der Vater des Jungen hatten sich vor Jahren getrennt.

Fabians Vater, Matthias R., der nach der Beziehung mit Dorina L. rund vier Jahre eine Beziehung mit der Angeklagten Gina H. geführt hatte, verstrickte sich während der Befragung durch den Vorsitzenden Richter wiederholt in Widersprüche. Aussagen, die er kurz nach dem gewaltsamen Tod des Achtjährigen bei der Polizei gemacht hatte, revidierte er. Zum Tatverdacht gegen Gina H. verlor er kein Wort. „Wer so etwas macht, muss krank sein“, sagte er und meinte damit offensichtlich nicht die Angeklagte. Er wisse nicht, wer Fabian das angetan haben könnte, so R.

Im Video | t-online-Reporter berichtet vom Prozess im Mordfall Fabian:

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Quelle: t-online

Gina H. soll Fabians Vater „manipuliert“ haben

In Chatnachrichten aus dem Sommer 2025, die während des Prozesses eingeblendet wurden, hatte R. noch angegeben, Gina H. habe ihn „manipuliert“ und er habe sich auch deshalb von ihr getrennt. Nun, vor Gericht, sagte er, er habe sich nach dem Tod seines Sohnes mit Gina H. getroffen und sich ausgesprochen. „Da kam raus, dass ich vieles missverstanden habe“, beteuerte R. Er beschrieb Gina H. während des zweiten Prozesstages als einfühlsam, empathisch, liebevoll, aber auch als eifersüchtig. Nur, um sogleich zu relativieren, eifersüchtig seien viele Frauen, das sei nichts Besonderes.

Für Fabians Mutter ist der Sinneswandel ihres ehemaligen Partners schwer nachvollziehbar, wie ihre Anwältin Habetha im Gespräch mit t-online erklärt: „Er merkt gar nicht, wie sie ihn manipuliert“, so die Juristin über Fabians Vater und die Angeklagte Gina H.

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