Weltkriegsmunition in Innenstadt entdeckt
Bombenfund – Landtag wird gesperrt
10.06.2026 – 13:36 UhrLesedauer: 2 Min.
In Potsdam wird auf einer Baustelle eine 250-Kilo-Bombe entdeckt. Die Folgen sind weitreichend. Der Hauptbahnhof und zahlreiche öffentliche Einrichtungen sind betroffen.
Die Brandenburger Landeshauptstadt Potsdam kündigt eine Bombenentschärfung in der Innenstadt an. Der Sperrkreis hat einen Radius von 700 Metern. In ihm liegen unter anderem der Hauptbahnhof, der Landtag, die Staatskanzlei Brandenburg, mehrere Ministerien, die Investitions- und Landesbank, das bekannte Museum Barberini, das Freizeibad Blu, das Museum Minsk und Hotels sowie Pflegeheime.
Als Tag der Bombenentschärfung wurde am Mittwoch der kommende Dienstag (16. Juni) angekündigt. Bis 8.30 Uhr müssen rund 6.500 Menschen, die im Sperrkreis leben, ihre Wohnungen verlassen haben.
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Bei der gefundenen Bombe handelt es sich um eine 250 Kilogramm schwere US-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Sie wurde auf einer Baustelle in der Nähe des Hauptbahnhofs gefunden.
Bombenentschärfung in Potsdam: Verkehrschaos befürchtet
Als Aufenthaltsort während der Evakuierung steht ab 8 Uhr eine Sporthalle zur Verfügung. Es wird erhebliche Verkehrseinschränkungen geben. Betroffen sind unter anderem mehrere Straßenbahnlinien, der Regionalverkehr der Bahn und die S-Bahn nach Berlin. Die letzte S-Bahn aus Berlin erreicht den Hauptbahnhof um 8.12 Uhr, der letzte RE 1 um 8.05 Uhr.
Es seien am Dienstag „besonders viele Menschen von den notwendigen Sicherheitsmaßnahmen betroffen“, sagte Potsdams Oberbürgermeisterin Noosha Aubel. Die Erfahrungen aus vergangenen Einsätzen hätten gezeigt: „Wenn wir alle mitwirken und aufeinander achten, können solche Maßnahmen sicher, zügig und erfolgreich umgesetzt werden.“ Erst vor Kurzem waren in Potsdam mehrere Weltkriegsbomben entschärft worden – allerdings eher am Stadtrand.
