„Nicht mit Unfallgeschehen in Einklang“

Stiefvater wegen brutaler Tat in Haft


10.06.2026 – 08:55 UhrLesedauer: 1 Min.

Rettungshubschrauber (Symbolbild): Das Kind wurde noch in ein Krankenhaus geflogen. (Quelle: IMAGO/EHL Media/Erik-Holm Langhof/imago)

Ein Kind ist so schwer verletzt, dass es mit einem Hubschrauber in die Klinik geflogen werden muss – und zwei Tage später stirbt. Unter Verdacht steht der Stiefvater.

In Sachsen-Anhalt ist ein sechs Jahre altes Kind mutmaßlich vom Lebensgefährten der Mutter getötet worden. Der 27 Jahre alte Mann sitzt in Untersuchungshaft.

Laut Polizei war dem Rettungsdienst am Sonntagvormittag ein Notfall in der Einheitsgemeinde Osternienburger Land im Landkreis Anhalt-Bitterfeld gemeldet worden. Das Kind war so schwer verletzt, dass es mit einem Hubschrauber in eine Klinik geflogen werden musste.

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Im Krankenhaus stellten Rechtsmediziner schwerwiegende Verletzungen im Bereich des Kopfes fest. Nach vorläufiger ärztlicher Einschätzung seien diese „nicht mit einem Unfallgeschehen in Einklang zu bringen“, hieß es. Die Klinik informierte daraufhin die Polizei.

Beamte durchsuchen Tatwohnung: 27-Jähriger in Haft

Die Verletzungen waren so schwer, dass die Ärzte dem Kind nicht mehr helfen konnten. Es starb am Dienstagnachmittag.

Die Ermittler nehmen an, dass der Lebensgefährte der Mutter Schuld an den Verletzungen hat. Noch am Sonntag sei auf Anordnung der Staatsanwaltschaft unter anderem die Wohnung des Beschuldigten durchsucht worden, hieß es. Die Behörden sprechen von der „Tatwohnung“.

Nachdem ein Ermittlungsrichter am Amtsgericht Köthen einem Antrag der Staatsanwaltschaft folgte und Haftbefehl erließ, wurde der Verdächtige in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Weitere Angaben zu dem Fall – etwa zum mutmaßlichen Tathergang – machte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen bisher nicht.

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