Er führte Lokal auf der Zugspitze
Nach 40 Jahren im Geschäft – bekannter Alpen-Wirt ist tot
Aktualisiert am 12.03.2026 – 18:15 UhrLesedauer: 2 Min.
Über Jahrzehnte prägte er das bekannte „Münchner Haus“ auf der Zugspitze. Jetzt trauert die Bergszene um einen Mann mit Kultstatus.
Der langjährige Wirt des „Münchner Hauses“ auf der Zugspitze, Hansjörg Barth, ist tot. Er starb am 25. Februar im Alter von 78 Jahren, wie ein Sprecher des Deutschen Alpenvereins (DAV) t-online am Donnerstag bestätigte. Zuerst hatte der Münchner „Merkur“ berichtet.
Barth hatte das beliebte Lokal in knapp 3.000 Metern Höhe über 40 Jahre lang geführt, wie der DAV-Sprecher sagte. Seit über 100 Jahren liegt der Betrieb in den Händen der Familie. „Das ist etwas ganz Besonderes“, so der Sprecher. Seit einigen Jahren leitet Barths Sohn das höchste Haus Deutschlands.
Laut „Merkur“ war Barth schwer erkrankt. „Er hat sehr gekämpft“, sagte seine Frau Andrea Zwinger dem Blatt. „Er hat doch so gern gelebt.“ Barth habe große Leidenschaft für die Berge gehabt. „Abends, wenn niemand mehr droben ist, man das Alpenpanorama für sich hat, ist es am schönsten auf der Zugspitze“, habe er geschwärmt. Später habe er seine Eindrücke auch auf Gemälden festgehalten.
Die schwere Erkrankung war nicht der erste Schicksalsschlag für den Hüttenwirt. Im Jahr 2003 starb sein ältester Sohn auf gewaltsame Art und Weise, wie der „Merkur“ weiter berichtete. Der damals 28-Jährige sei an den Folgen einer Wirtshausschlägerei gestorben. „Das war schlimm, ein tiefer Einschnitt“, sagte Zwinger.
Das „Münchner Haus“ liegt am Westgipfel der Zugspitze und wurde 1987 eröffnet. Die Hütte befindet sich im Besitz des Alpenvereins. Die Hütte ist mühelos per Bergbahn zu erreichen.












