„Darf nicht verschwiegen werden“
Hannover-Profi offenbar rassistisch beleidigt
06.04.2026 – 15:18 UhrLesedauer: 1 Min.
In Schöningen muss Hannovers Zweitvertretung eine Niederlage einstecken. Die gerät jedoch aufgrund eines mutmaßlich rassistischen Vorfalls zur Nebensache.
Fußball-Profi Montell Ndikom ist beim Gastspiel der U23 von Hannover 96 in Schöningen (1:3) offenbar Opfer von rassistischen Beleidigungen geworden. Wie der Zweitligist auf seiner Webseite bekannt gab, sollen diese von einem Fan der Heimmannschaft an den Spieler gerichtet worden sein. „Hannover 96 verurteilt diesen Vorfall auf das Schärfste“, hieß es in der Mitteilung.
Laut Verein sei es unmittelbar nach der Partie in der Regionalliga Nord zu einem ausführlichen Gespräch mit Ndikom gekommen. Dabei habe der 21-Jährige „die Situation sehr klar“ geschildert. Man sei sich sofort einig gewesen, den Vorfall nicht einfach hinnehmen zu wollen, sondern ihn öffentlich zu machen.
„Rassismus darf nicht verschwiegen oder relativiert werden – er muss klar benannt und verurteilt werden“, ließen die Niedersachsen verlauten. Man wünsche sich nun, dass der Vorfall konsequent aufgearbeitet wird. Rassismus dürfe keinen Platz haben. „Nicht auf dem Rasen, nicht auf der Tribüne – nirgendwo in unserer Gesellschaft.“
Ndikom kommt in dieser Saison auf 18 Ligaspiele für Hannovers Zweitvertretung. Dabei gelangen ihm drei Tore, zwei weitere Treffer legte er vor. Der ehemalige deutsche U19-Nationalspieler durfte in der Vergangenheit auch schon bei den Profis mitwirken. Vor rund zwei Jahren kam er beim Heimspiel gegen den FC St. Pauli (1:2) zu seinem ersten Einsatz in der 2. Bundesliga, als er 17 Minuten vor Schluss für Nicolò Tresoldi eingewechselt wurde. Weitere Partien bei den Profis kamen seitdem aber nicht hinzu.












