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Home » Hamburgs negative Klimabilanz – warum die CO₂-Emissionen wieder steigen
Deutschland

Hamburgs negative Klimabilanz – warum die CO₂-Emissionen wieder steigen

By zeit-heute.deJuni 30, 20262 Mins Read
Hamburgs negative Klimabilanz – warum die CO₂-Emissionen wieder steigen
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Klimaziel in Gefahr

Hamburgs CO₂-Ausstoß steigt wieder – das hat bald Folgen

Aktualisiert am 30.06.2026 – 17:45 UhrLesedauer: 3 Min.

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Das Heizkraftwerk Tiefstack an der Elbe (Archivbild): 2025 sind Hamburgs Emissionen wieder gestiegen – ein Rückschritt beim Kampf um das Klima. (Quelle: Imago/Breuel-Bild)

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Misserfolg für die Hamburger Klimapolitik: Der CO₂-Ausstoß ist 2025 wieder gestiegen. Nach dem Zukunftsentscheid muss die Stadt bald reagieren.

Hamburg hat im vergangenen Jahr wieder mehr CO₂ ausgestoßen. Nach einer ersten Schätzbilanz der Umweltbehörde beliefen sich die Emissionen auf rund 12,04 Millionen Tonnen. Das sind etwa 2,6 Prozent mehr als im Vorjahr, als der Wert bei rund 11,73 Millionen Tonnen lag.

Im Vergleich zum Basisjahr 1990 sind die Emissionen dennoch um 41,3 Prozent gesunken. Erst im Oktober vergangenen Jahres hatten die Hamburgerinnen und Hamburger in einem Volksentscheid beschlossen, dass die Hansestadt bereits 2040 statt erst 2045 klimaneutral werden soll. Hält Hamburg das Jahresziel nicht ein, muss der Senat entsprechende Maßnahmen beschließen – das gilt aber erst ab dem Sommer 2027, wenn der Bericht für 2026 vorgestellt wird.

Niedrigere Temperaturen erhöhen Energieverbrauch

Nach Angaben der Umweltbehörde führten im Vergleich zum Vorjahr niedrigere Temperaturen zu einem höheren Verbrauch von Fernwärme und Erdgas. Zudem hätten die leichte wirtschaftliche Erholung mit steigender Produktionsleistung sowie die zunehmende Elektrifizierung des Straßenverkehrs den Stromverbrauch erhöht.

  • Katharina Fegebank: Müll-CO2 in die Nordsee? Senatorin überrascht mit Klimaplan
  • Klimawandel: Hamburg könnte Klima wie an Frankreichs Küste bekommen

„Dass die Emissionen wieder steigen, ist ein Warnsignal – aber für uns kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken“, sagte Umweltsenatorin Katharina Fegebank (Grüne). Die entscheidenden Schritte für den Klimaschutz stünden mit der stärkeren Elektrifizierung des Verkehrs, der Dekarbonisierung der Energieversorgung und dem Kohleausstieg bis 2030 noch bevor.

Zugleich forderte Fegebank mehr Unterstützung aus Berlin. „Klar ist aber auch: Wir brauchen für unsere Klimaziele endlich wieder verlässlichen Rückenwind aus Berlin“, erklärte die Senatorin. Dass die Bundesregierung die Menschen in zentralen Klimafragen verunsichere und mühsam Erreichtes wieder zurückdrehe, bremse alle aus. „Es braucht im Bund jetzt dringend ein Umdenken und wirksame klimapolitische Maßnahmen anstatt Blockaden für die Bundesländer.“

Umweltverbände schlagen Alarm

Umweltverbände reagierten mit deutlicher Kritik. „Vermeintlich radikale Maßnahmen, die jetzt ergriffen werden müssen, wären weit weniger radikal gewesen, wenn man sie viel früher etabliert hätte“, sagte Hamburgs Nabu-Vorsitzender Malte Siegert. Der Senat habe die Chance auf eine vorausschauende Klimapolitik verschlafen, „und die Hamburgerinnen und Hamburger werden die Konsequenzen daraus jetzt spüren müssen“.

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