Hamburger Nachtmeile
Reeperbahn bekommt riesige 3D-LED-Fassade
07.11.2026 – 09:56 UhrLesedauer: 1 Min.
530 Quadratmeter, 3,5 Millionen Euro: Das Klubhaus St. Pauli hat am Spielbudenplatz eine neue Medienfassade eröffnet. Die Anlage soll dreidimensionale Bilder ohne Brille zeigen.
Am Spielbudenplatz in Hamburg hat das Klubhaus St. Pauli am Freitag (6. November 2026) eine neue Medienfassade eröffnet. Die Installation namens „Lighthouse St. Pauli“ umfasst mehr als 530 Quadratmeter und kostete 3,5 Millionen Euro.
Kernstück ist der sogenannte „Naked Eye“-Effekt: Durch perspektivische Tricks erzeugt die Technik dreidimensionale Bilder, die Passanten ohne Brille sehen können. Den Betrieb soll Solarenergie größtenteils abdecken. Zudem gibt der Betreiber an, durch eine neuartige LED-Technik 40 Prozent Energie im Vergleich zu herkömmlichen Systemen einzusparen.
Olivia Jones: „St. Pauli steht für Lebensfreude“
Die Fassade zeigt einen Drittel-Mix: Werbung, Inhalte der Klubhaus-Mieter und der St.-Pauli-Nachbarschaft sowie eigens produzierte Kunst- und Kulturformate. Vermarkter der Werbefläche ist blowUP media, ein Unternehmen der Ströer-Gruppe, zu der auch t-online gehört.
Dragqueen Olivia Jones zufolge werden auf einer überdimensionalen „Paradiesvogel-Goodkucksuhr“ zu jeder vollen Stunde „good news“ (zu Deutsch: Gute Nachrichten) präsentiert. Zu t-online sagte sie: „St. Pauli steht für Lebensfreude und das spiegelt sich jetzt auch in einer Medienfassade wider. Wir werden bombardiert mit schlechten Nachrichten und die vielen guten Nachrichten finden gar nicht ihren Weg als News. Aber wir müssen positiv in die Zukunft blicken.“
Das Klubhaus St. Pauli öffnete 2015 am Spielbudenplatz und vereint Livemusikclubs, Bars, ein Theater sowie mehrere Eventlocations. Schon die damalige Medienfassade hatte international Aufmerksamkeit erzeugt – das neue „Lighthouse“ ist nun deren Nachfolger.
