
Einen Begriff nutzte die Zeugin regelmäßig: „Entfremdung“. W. habe in einem Schreiben im Jahr 2022 festgestellt, dass nach ihrem Empfinden eine aktive Entfremdung von der Mutter stattgefunden habe. Die Zeugin habe die Isolierung der Kinder von der eigenen Mutter damals kritisiert, berichtet sie.
„Das war sehr lehrreich“, resümierte Blocks Rechtsanwalt Ingo Bott im Anschluss an die Aussagen der Zeugin. Die „fachkundige Meinung der Zeugin“ sollte „unbedingt berücksichtigt“ werden, führte Bott weiter aus. Nicht ohne Grund: Bereits in seinem Eröffnungsstatement im Juli zum Prozessauftakt machte Bott klar, dass für ihn die Aussage der Jugendamtsmitarbeiterinnen eine wichtige Rolle im Prozess spielen würde. Denn sie stützen seine Verteidigungsstrategie: Kinder, die der Mutter durch den Vater entzogen werden, die sich von ihr entfremden und eine verzweifelte Frau zum Äußersten zwingen.
Der Prozess läuft inzwischen weiter, nun wird die zweite Zeugin befragt.











