
„Das ist echt beschissen“
Norwegischer Skisprung-Star kritisiert Tournee-Veranstalter
05.01.2026 – 14:52 UhrLesedauer: 2 Min.
Vor drei Jahren siegte Halvor Egner Granerud bei der Tournee. Aktuell hat er mit dem Podest nichts zu tun, kritisiert jedoch den Veranstalter scharf.
Es ist bisher nicht die Vierschanzentournee des Halvor Egner Granerud: In Oberstdorf landete er noch auf Rang 20, wurde dann aber bei der Qualifikation zum Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen disqualifiziert. Seine Beinlänge war laut Weltverband Fis zwei Millimeter zu lang. In Innsbruck schied der Tourneesieger von 2023 nach dem ersten Durchgang aus. Im Anschluss kritisierte er den Veranstalter aus Österreich jedoch scharf.
Granerud sagte im Interview mit der Streamingplattform Viaplay: „Ich hoffe, dass sie nächstes Jahr keine Bewerbe mehr hier veranstalten dürfen. Das geht so nicht, das ist echt beschissen.“ Grund für die Aufregung von Granerud war nach den Aussagen des Norwegers, dass er eine halbe Stunde im Aufzug auf dem Weg in den Schanzenturm stecken geblieben sei.
Als er sich im Aufzug nicht weiterbewegen konnte, habe er noch die Ausrüstung aus dem Probedurchgang angehabt. Wohl, weil die Verantwortlichen seine Straßenschuhe verlegt hätten.
Dem norwegischen öffentlich-rechtlichen Rundfunk NRK sagte er: „Es ist lange her, dass sich mein Körper so beschissen angefühlt hat wie jetzt. Hätte ich meine Schuhe gehabt, wäre das eine Sache – aber 35 Minuten lang in Sprungschuhen festzusitzen, weil sie meine Schuhtasche verloren haben, war das Hauptproblem.“
Sprungschuhe sind steif und auf Dauer nicht bequem. Sie zwingen den Springer zu einer gewissen Haltung. Zusätzlich bemängelte Granerud, dass er durch die Zeit im Aufzug eine kürzere Aufwärmphase gehabt habe.
Granerud bekam sich nicht mehr ein und polterte weiter: „Ich habe diesen ganzen Ort hier so satt. Ich frage mich, ob ich nächstes Jahr, wenn ich nicht um den Tournee-Sieg kämpfe, einfach die Gelegenheit nutze und auf den Bewerb hier verzichte.“ Er wünsche den Verantwortlichen „alles Schlechte“, so Granerud bei Viaplay weiter. Der Veranstalter drückte laut „Eurosport“ sein Bedauern aus.
Granerud selbst bedauerte wohl auch, dass er so streng war und schrieb in seiner Story auf Instagram am Sonntagabend: „Ich habe heute im Interview etwas überdreht, ich wünsche dem Veranstalter nichts Böses. Entschuldigt bitte die Äußerung.“











