Wirbel um zwei Szenen
„Um Sieg betrogen“: Haaland-Vater attackiert Schiri
12.07.2026 – 10:17 UhrLesedauer: 2 Min.
Alf-Inge Haaland erhebt nach Norwegens Niederlage gegen England schwere Vorwürfe. Im Mittelpunkt steht auch eine Szene, bei der eine Regelneuerung greift.
Erling Haalands Vater Alf-Inge hat nach dem WM-Viertelfinale zwischen Norwegen und England in Miami heftige Schiedsrichterkritik geübt. Der 53-Jährige schrieb auf X, sein Team sei „um den Sieg betrogen“ worden. Auslöser war unter anderem eine strittige Szene vor dem 1:1-Ausgleich der Engländer durch Jude Bellingham.
TV-Bilder ließen vermuten, dass der Ball vor dem Treffer ein in der Luft gespanntes Kamerakabel berührt und dadurch seine Richtung verändert hatte. Die Norweger beschwerten sich – der Fußball-Weltverband Fifa wies die Kritik zurück. Die Daten belegten, dass der Ball das Kabel nicht berührt habe.
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Auf X schrieb Alf-Inge Haaland zudem: „Gut gemacht, Bellingham und der Schiedsrichter.“ Den Unparteiischen Clément Turpin bezeichnete er als denjenigen, der die Engländer beim 2:1-Sieg nach Verlängerung „gerettet“ habe. Schon während des Spiels war der Ex-Profi wild gestikulierend auf der Tribüne zu sehen gewesen.
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Dabei hatte der 53-Jährige womöglich auch eine zweite Szene im Kopf. In der 55. Minute erzielte Torbjørn Heggem nach einer Ecke das vermeintliche 2:1 für die Skandinavier, dem Treffer wurde nach Intervention des VAR aber die Anerkennung verwehrt. Denn Erling Haaland hatte seinen Gegenspieler Elliot Anderson klar umgestoßen.
Regeländerung greift bei aberkanntem Tor
Turpin erklärte seine Entscheidung per Durchsage, verkündete abschließend aber nicht etwa Freistoß für England, sondern eine Wiederholung des Eckballs. Dahinter steckt eine Regelneuerung, die zur WM 2026 eingeführt wurde. Patrick Ittrich, Schiedsrichterexperte bei MagentaTV, erklärte dies während der Übertragung: „Es ist ganz neu, dass der VAR überprüfen kann, bevor der Ball im Spiel ist, ob ein Foulspiel passierte – und dann dementsprechend die Ecke wiederholen.“
Zuvor durfte der Videoassistent nur dann eingreifen, wenn der Ball bereits im Spiel war. Haaland hatte seinen Gegenspieler einen kurzen Augenblick vor der Ausführung des Eckballs weggestoßen, nach alter Regelauslegung hätte dieser Treffer also trotz des Schubsers gezählt.











