Fünf-Tore-Spektakel
Haaland unerbittlich – doch am Ende zittert Norwegen
Aktualisiert am 23.06.2026 – 04:10 UhrLesedauer: 3 Min.
Norwegens Starstürmer Erling Haaland glänzt gegen Senegal einmal mehr. Die Skandinavier dürfen nun für die heiße Turnierphase planen.
Die Wikinger „rudern“ einfach weiter: Erling Haaland hat seine Norweger fast im Alleingang vorzeitig in die K.o.-Runde geführt. Dank des nächsten Doppelpacks ihres Starstürmers gewannen die Skandinavier in East Rutherford mit 3:2 (1:0) gegen Senegal und dürfen nach dem zweiten Erfolg im zweiten WM-Spiel für die heiße Turnierphase planen.
Unter unfreiwilliger Mithilfe des Gegners traf Marcus Pedersen (43.) zur Führung. Haaland (48./58.) sorgte für klare Verhältnisse und sicherte dem Team von Trainer Stale Solbakken ein direktes Duell mit Frankreich um den Gruppensieg. Ismaila Sarr (53./90.+3) traf ebenfalls doppelt für die Senegalesen, die gegen den Irak unbedingt einen Erfolg benötigen, um die Chance auf das Weiterkommen als Gruppendritter zu wahren.
Die Norweger begannen druckvoll: Kristoffer Ajer scheiterte per Kopf (3.), dazu schoss Martin Ödegaard (14.), über dessen Rolle nach einer Saison voller Verletzungen in der Heimat zuletzt diskutiert worden war, knapp drüber. Der Kapitän war es auch, der die beste Chance freistehend vergab (37.).
Beobachter schwärmen von Haaland
Erst ein folgenschwerer Fehlpass des Ex-Mainzers Moussa Niakhaté ebnete Norwegen den Weg: Pedersen, der früh für den angeschlagenen BVB-Profi Julian Ryerson gekommen war, blieb eiskalt. Haaland setzten die Skandinavier zunächst zu selten in Szene. Kurz vor der Pause wurde der Torjäger eher zufällig gefährlich: Nach einem Patzer des starken Édouard Mendy traf er den Pfosten, sein Kopfball war kurz darauf kein Problem für Senegals Torhüter (45.+4).
Dafür erhöhte der Torjäger, der schon bei seinem WM-Debüt gegen den Irak (4:1) mit einem Doppelpack geglänzt hatte, früh in der zweiten Halbzeit nach einem perfekten Steckpass von Ödegaard. Die Fans feierten dies mit ihrem „Viking Row“, der an den Tagen zuvor bereits am Times Square oder sogar im norwegischen Parlament zu sehen gewesen war.
Unruhe rund um Senegals Team
Beim australischen Sender SBS kamen die Kommentatoren angesichts der Leistung Haalands aus dem Schwärmen nicht mehr heraus. „Diese Kraft, dieser Muskel. Das ist majestätisch“, entfuhr es den Sportexperten. Und: „Haaland ist nicht einfach nur gut – er ist großartig.“
Am Ende musste Norwegen jedoch nochmal kräftig zittern. Denn nach dem Anschlusstreffer durch Senegals Ismail Sarr mussten die Skandinavier noch mehrere kritische Situationen in der neunminütigen Nachspielzeit überstehen. Es gelang schließlich – nun kann das Team für die nächste Runde planen. Der Senegal steht dagegen schon vor dem Turnier-Aus. Im letzten Spiel gegen den Irak müssen die Senegalesen unbedingt drei Punkte holen.











