Falsch gedeutet?
Wirbel um Tränenausbruch von Norwegen-Star nach WM-Medaille
28.02.2025 – 09:46 UhrLesedauer: 1 Min.
Bei der Nordischen Ski-WM sicherte sich Gyda Westvold Hansen Silber in der Kombination. Im Anschluss weinte sie bitterlich – wurden die Tränen falsch gedeutet?
Gyda Westvold Hansen wollte vor heimischem Publikum in Trondheim ihren dritten WM-Titel in der Nordischen Kombination holen. Doch daraus wurde nichts. Die Norwegerin flog 94,5 Meter weiter und sicherte sich damit die Silbermedaille hinter der Japanerin Yuna Kasai. In der TV-Übertragung war zu sehen, wie Westvold Hansen im Anschluss Tränen über die Wangen liefen.
Die 22-Jährige wirkte aufgelöst. In der ZDF-Übertragung sprach Moderatorin Lena Kesting von einer „völlig enttäuschten“ Westvold Hansen. „Es ist die erste Weltmeisterschaft, bei der sie nicht als Goldmedaillen-Gewinnerin von der Schanze geht“, so Kesting weiter. Allerdings erklärte die Kombiniererin beim norwegischen öffentlich-rechtlichen Rundfunk NRK die Szene ganz anders.
„Ich habe in den letzten drei Wochen wahrscheinlich vier oder fünf Stunden pro Tag trainiert und freue mich daher sehr, dass es einen positiven Einfluss hatte. Dass ich heute so nah am Gold bin, hätte ich nie gedacht“, so Gyda Westvold Hansen. Dann betonte sie: „Dieses Silber schmeckt besser als die beiden Goldmedaillen, die ich bereits habe.“
Wurden die Tränen also falsch gedeutet? Wissen wird das nur die Athletin selbst. Allerdings erklärte NRK-Experte Magnus Moen: „Ich glaube nicht, dass sie ganz zufrieden ist.“ ZDF-Experte und Ex-Skispringer Severin Freund meinte, dass der Druck bei einem Heimturnier noch einmal größer sei: „Dann ist natürlich auch irgendwann eine Silbermedaille nicht mehr ganz so viel wert.“