Er gehört zu den beliebtesten Gesichtern im deutschsprachigen Fernsehen. Im Interview mit t-online spricht Guido Maria Kretschmer über Selbstzweifel, sein Gewicht und vieles mehr.
Da, wo Guido Maria Kretschmer auftaucht, ist es selten ruhig. Der Designer, der vor allem mit der Sendung „Shopping Queen“ bekannt wurde, erregt Aufmerksamkeit. Auch als t-online ihn am Rande einer Veranstaltung in Berlin trifft, herrscht Trubel. Fans wollen ein Foto und meistens auch einen lustigen Spruch von dem gebürtigen Münsteraner ergattern.
Im Gespräch zeigt sich Kretschmer herrlich normal. Er würde gern mehr abnehmen, denkt, er rede zu viel, findet seinen Ehemann Frank Mutters viel besser als sich selbst und kann den neuen Trend, mit Eiweiß-Shakes abzunehmen, so gar nicht verstehen. Das und was der TV-Star sonst noch verraten hat, lesen Sie im folgenden Interview.
t-online: Herr Kretschmer, viele Menschen vertrauen auf Ihr Urteil. Was würden Sie sagen, macht einen Menschen besonders schön?
Guido Maria Kretschmer: Die Akzeptanz des eigenen Körpers. Ich sage immer: Du musst alles an dir lieben, was an dir hängt. Und wenn es viel ist, dann musst du das viele eben auch mögen, denn es ist deins. Deswegen muss man sich selbst pflegen.
Solange du pflegst und cremst und dich um dich selbst kümmerst, bleibst du in Verbindung mit dir. Wenn du anfängst, das nicht mehr zu machen, dann kannst du noch so schmal oder breit sein, dann verlierst du dieses gesunde Verhältnis zu deinem Körper.

Das hört sich einfach an. Sich selbst zu lieben, fällt vielen Menschen allerdings sehr schwer.
Sich selbst zu lieben, ist wahnsinnig schwierig, aber es ist eine gute Grundvoraussetzung, um glücklich zu sein. Du musst dich ein bisschen gut finden, sonst kommst du nicht durch. Du musst dir mit dir selbst sicher sein. Ich finde zum Beispiel meinen Ehemann Frank ein bisschen besser als mich. Manchmal treffe ich auch jemanden und denke: Oh, der kann es besser als ich.
Wenn du gesund durchkommst, dann musst du dem Himmel danken.
Guido Maria Kretschmer über sein Alter
Dann versuche ich mir klarzumachen, dass es immer Leute gibt, die schöner, aufregender oder artikulierter sein werden als ich. Dadurch relativiert sich das eigene Selbst. Mit den Jahren merke ich aber auch, dass ich selbst genug bin. Das ist ein Prozess und auch vielleicht ein gutes Training für Selbstliebe. Wenn du dicke Beinchen hast und sie nicht magst, dann sei dankbar, dass sie dich sicher durchs Leben tragen und du nicht umknickst. Wenn du dein Becken zu breit findest, dann denke daran, dass du ein Kind gebären könntest. Alles ergibt für irgendwas Sinn und manchmal hilft es, sich das bewusst zu machen.












