
Stromausfall in Berlin
Gruppe droht mit weiteren Anschlägen – Ermittler prüfen Schreiben
08.01.2026 – 15:11 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein weiteres Schreiben ist nach dem Stromausfall in Berlin aufgetaucht – und kündigt weitere Anschläge an. Ermittler sollen jetzt die Echtheit überprüfen.
Mit dem Absender „Vulkangruppe“ haben Unbekannte in zwei Schreiben auf der Plattform „Indymedia“ in der Nacht auf Donnerstag weitere Anschläge angekündigt und behauptet, die Stromzufuhr zum Bezirk Marzahn-Hellersdorf sei mit einem Zeitzünder versehen. Das berichten unter anderem der „Tagesspiegel“ und die „Morgenpost“.
Der Text wurde mittlerweile von der Plattform gelöscht, Screenshots sind in sozialen Medien verfügbar. Die Behörden prüfen demnach die Echtheit der Schreiben. Die Verfasser bekennen sich zum Anschlag auf das Berliner Stromnetz am vergangenen Wochenende. Wegen der Attacke waren Zehntausende Haushalte bis Mittwoch ohne Strom.
Die Sicherheitsbehörden halten ein bereits nach dem Stromausfall in Zehlendorf veröffentlichte Bekennerschreiben für authentisch und vermuten die Täter in der linksextremen Szene. Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) sieht in den „Vulkangruppen“ keine einheitliche Gruppierung, sondern eine losgelöste Szene aus dem militanten Anarchismus.
Seit 2011 wurden mehrere Brandanschläge auf wichtige Punkte der öffentlichen Infrastruktur verübt, insbesondere in Berlin und Brandenburg.
Aktuell gibt es Ermittlungen wegen verfassungsfeindlicher Sabotage und des Verdachts von Terrorismus. Die Polizei rechnet diesen Gruppen etwa ein Dutzend Anschläge auf Kabelschächte und die Stromversorgung zu.











