Polizeieinsatz an Hochspannungsmast
RWE-Werksschutz findet Kugelbombe
24.09.2026 – 09:56 UhrLesedauer: 2 Min.
Ist in Nordrhein-Westfalen ein Sabotageakt fehlgeschlagen – oder war bloß ein Feuerwerkfreund in der Nähe eines alten Kraftwerks unterwegs? Die Polizei ermittelt.
Im Umfeld des stillgelegten Kohlekraftwerks Frimmersdorf hat der Werkschutz des Energiekonzerns RWE am Mittwoch eine Kugelbombe entdeckt. Der Sprengsatz lag der Polizei zufolge in der Nähe eines Strom führenden Hochspannungsmastes in Grevenbroich im nordrhein-westfälischen Rhein-Kreis Neuss.
Sprengstoffexperten des Landeskriminalamtes machten die Kugelbombe unschädlich und stellten sie sicher. Sie soll laut Polizei etwa „handballgroß“ und mit Klebeband umwickelt gewesen sein.
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Berichten zufolge hatte der RWE-Werkschutz gegen 13 Uhr zunächst eine verdächtige Person bemerkt und später dann die Kugelbombe gefunden. Gegen 15.30 Uhr meldete der Werkschutz das in silberfarbenes Panzertape gewickelte pyrotechnische Gerät.
„Nicht vergleichbar“: Wohl kein Zusammenhang mit Sabotage-Serie
Die Kugelbombe lag den Beamten zufolge in 10 bis 15 Metern Entfernung zu dem Strommast. Bei einer Explosion an dieser Stelle hätte der Gegenstand „keinen Schaden anrichten können“, teilte die Polizei mit.
Es gebe keinen Hinweis darauf, dass es einen Versuch gab, den Feuerwerkskörper zu zünden, teilten die Beamten weiter mit. Wie lange die Kugelbombe dort lag, sei unbekannt. Ein Zusammenhang zu den Sabotage-Aktionen auf Stromleitungen Anfang September sei derzeit nicht erkennbar, hieß es. Die gefundene Kugelbombe sei „nicht vergleichbar“ mit den silvesterraketenähnlichen Flugkörpern, die ein Saboteur auf Hochspannungsleitungen geschossen haben soll, um Kurzschlüsse auszulösen.
Laut WDR identifizierten die Experten des Landeskriminalamtes den Gegenstand als Kugelbombe der Feuerwerks-Kategorie F4. Diese dürfen nur von Personen mit entsprechender Fachkunde verwendet werden und werden normalerweise bei Großfeuerwerken eingesetzt. Die „Bild“-Zeitung berichtete, das pyrotechnische Material sei im Internet frei erhältlich.












