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Home » Greenpeace zweifelt an Rettungsaktion – Wal schwach
Panorama

Greenpeace zweifelt an Rettungsaktion – Wal schwach

By zeit-heute.deApril 19, 20262 Mins Read
Greenpeace zweifelt an Rettungsaktion – Wal schwach
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„Der Wal ist so schwach“

Greenpeace: Wal wird in Nordsee ertrinken

18.04.2026 – 11:25 UhrLesedauer: 2 Min.

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Retter bei dem gestrandeten Buckelwal: Greenpeace glaubt weiterhin nicht an das Überleben des Tieres. (Quelle: Jens Büttner/dpa)

19 Tage liegt der Buckelwal reglos in der Kirchsee. Nun soll eine private Initiative ihn retten – doch Greenpeace zweifelt.

Greenpeace hat sich gegen eine Beteiligung an der geplanten Rettungsaktion für den Buckelwal bei Wismar ausgesprochen. Der Wal liege seit 19 Tagen bewegungslos in der Kirchsee – ohne Nahrung, mit Netzresten im Maul und Wasser in der Lunge, so ein Sprecher der Organisation gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

„Die Chancen, dass er in der Nordsee landet und dort frei schwimmt, sind gering“, sagte der Sprecher. Er gehe davon aus, dass das Tier ertrinken werde – zu geschwächt, um zu überleben. Selbst wenn der Wal den Atlantik erreichen sollte, seien auch dort seine Überlebenschancen gering.

Mehrere Faktoren belasten das Tier gleichzeitig. Es kann keine Nahrung aufnehmen, der Ernährungszustand sei entsprechend schlecht. Hinzu kämen Netzreste im Maul: Ob das Material in die Haut eingewachsen sei oder ob der Wal Teile davon verschluckt habe, sei laut Greenpeace unklar. Wissenschaftler gingen zudem davon aus, dass sich Wasser in der Lunge des Tieres gesammelt habe – das schränke den Sauerstoffaustausch ein. Zusätzlich leide der Wal an Hautkrankheiten.

Auch den geplanten Transport hält der Sprecher für riskant: „Ich weiß nicht, ob dieser Schleppverband den weiten Weg in die Nordsee übersteht – das ist nicht ohne.“ Er wiederholte: „Dieser Wal ist so schwach, dass er sich entschieden hat, dort liegenzubleiben.“

Den Anstoß für die Rettungsaktion hatte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) gegeben. Er erteilte einer privaten Initiative am Mittwoch die Genehmigung – und betonte, die Verantwortung liege vollständig bei den Initiatoren, auch finanziell. Zuvor hatten Experten erklärt, dem Tier könne nicht sinnvoll geholfen werden. Es sei das Beste, den Wal in Ruhe sterben zu lassen. Das Tier war bereits mehrfach gestrandet.

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