
Gemini-Unterstützung
Google rüstet auf: Gmail erhält neue Funktionen
09.01.2026 – 15:04 UhrLesedauer: 2 Min.
Google bringt Künstliche Intelligenz in Gmail: Der E-Mail-Dienst soll Nutzern mit Gemini-Funktionen künftig bei der Verwaltung des Posteingangs helfen.
Google hat in seinen E-Mail-Dienst Gmail umfassende KI-Funktionen eingebaut. Der Konzern integriert sein Sprachmodell Gemini in den Posteingang, wie Blake Barnes, Produktchef bei Gmail, in einem Blogeintrag mitteilt. Demnach sollen die Neuerungen den Nutzern helfen, ihre E-Mails besser zu verwalten.
Der Start erfolgt zunächst in den USA in englischer Sprache. Wann die Funktionen in Deutschland verfügbar sein werden, hat Google nicht bekanntgegeben. Das Unternehmen kündigte lediglich an, die Einführung in weiteren Regionen werde in den kommenden Monaten erfolgen.
Die zentrale neue Funktion sind sogenannte AI Overviews, die in ähnlicher Form bereits aus den Suchanfragen auf der Webseite bekannt sind. Diese erstellt automatisch Zusammenfassungen von E-Mail-Konversationen mit vielen Antworten und zeigt die wichtigsten Punkte an. Nutzer können ihren Posteingang außerdem in natürlicher Sprache befragen, anstatt nach Stichworten zu suchen.
Google nennt als Beispiel die Frage: „Wer war der Klempner, der mir letztes Jahr ein Angebot für die Badrenovierung gemacht hat?“ Die KI soll dann den Posteingang durchsuchen und die relevanten Details zusammenfassen. Während die Zusammenfassungen von Konversationen kostenlos sind, bleibt die Fragefunktion Abonnenten von Google AI Pro und Ultra vorbehalten.
Google macht zudem die Funktion „Help Me Write“ für alle Nutzer kostenlos zugänglich. Mit ihr lassen sich E-Mails von Grund auf verfassen oder überarbeiten. Im nächsten Monat soll die Schreibhilfe Kontext aus anderen Google-Apps einbeziehen können.
Die Funktion analysiert den Kontext einer Unterhaltung und bietet Google zufolge Antwortvorschläge an, die dem persönlichen Schreibstil des Nutzers entsprechen sollen. Eine erweiterte Rechtschreib- und Stilprüfung namens „Proofread“ gibt es hingegen nur für zahlende Abonnenten.
Eine weitere Neuerung ist die „AI Inbox“, die unwichtige E-Mails herausfiltern und relevante Nachrichten priorisieren soll. Das System identifiziert dabei wichtige Kontakte anhand der Kommunikationshäufigkeit, der Kontaktliste und aus Nachrichteninhalten abgeleiteten Beziehungen. Fällige Rechnungen oder Terminerinnerungen sollen dadurch zum Beispiel nach oben rutschen.
Google betont, dass die Analyse der E-Mail-Inhalte mit den gewohnten Datenschutzmaßnahmen des Konzerns erfolge und die Daten unter Kontrolle der Nutzer blieben. Anders als die übrigen Funktionen ist AI Inbox derzeit nur für ausgewählte Tester verfügbar. Eine breitere Einführung soll in den kommenden Monaten folgen.











