
Neuer Winter-Tiefstwert
Warnstufe Violett – Nachbarland misst minus 34 Grad
Aktualisiert am 12.01.2026 – 14:31 UhrLesedauer: 2 Min.
Player wird geladen
Nicht nur in Deutschland zeigt sich das Wetter von seiner gefährlichen Seite, auch in Österreich herrscht klirrende Kälte – mit einem neuen Rekord für diesen Winter.
In Deutschland gelten am Montag vielerorts amtliche Unwetterwarnungen der zweithöchsten Stufe: Gefährliches Glatteis und gefrierender Regen verursachen zahlreiche Unfälle und Einschränkungen bei der Bahn. Im Erzgebirge wurden in der Nacht auf Montag Tiefsttemperaturen von knapp minus 20 Grad registriert, wie aus Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) hervorgeht. Doch im Nachbarland Österreich sind die Temperaturen noch deutlich extremer: Dort wurde ein neuer Kälterekord für diesen Winter registriert.
Wie der österreichische Wetterdienst Geosphere Austria – die Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie – auf Facebook mitteilte, wurden an mehreren Orten Temperaturen von weit unter minus 20 Grad registriert.
Außergewöhnlich niedrige Temperaturen wurden in Liebenau-Gugu gemessen: Um 2.40 Uhr zeichnete die Messstation in dem rund 70 Kilometer von der deutschen Grenze entfernten Ort minus 29 Grad auf. In Bodennähe, auf fünf Zentimetern Höhe, waren es sogar minus 34,2 Grad. Damit übertraf Liebenau-Gugu seinen bisherigen Tiefstwert in diesem Winter: Am 8. Januar hatten die Meteorologen dort minus 27,9 Grad verzeichnet.
Der Ort Liebenau-Gugu liegt im Waldviertel, einer Region im Nordwesten Niederösterreichs, die für ihre niedrigen Temperaturen bekannt ist. Die österreichischen Meteorologen erklären auf Facebook: „In Tälern des Mühl- und Waldviertels fehlen hohe umgebende Berge, die das Potenzial der nächtlichen Abkühlung limitieren. Zusätzlich führt ein oft geringes Talgefälle zu einem schwächeren Abfluss der Kaltluft. Vor allem der Freiwald bzw. das obere Waldviertel perfektionieren diese grundlegende Kombination ins Detail und scheinen bei passenden Wetterlagen mit derart spannenden Temperaturen auf.“
Unterdessen hat Österreich mit den Folgen von massivem Glatteis zu kämpfen: Die Unwetterzentrale rief in mehreren Regionen die höchste Warnstufe „Violett“ aus. Sie gilt in den Bundesländern Ober- und Niederösterreich, in der Steiermark gilt Warnstufe Rot. Schneefall geht bei steigenden Temperaturen allmählich in Regen über, die Böden sind aber noch gefroren: Der Regen verwandelt sich innerhalb von Sekunden in gefährliches Blitzeis – gerade für Autofahrer können dadurch gefährliche Situationen entstehen. Am Dienstag soll sich die Wetterlage bei weiter steigenden Temperaturen entspannen.










