Nur drei Monate im Amt
Ghana-Trainer tritt nach WM-Aus zurück – und kritisiert den Verband
06.07.2026 – 04:03 UhrLesedauer: 1 Min.
Carlos Queiroz verlässt nach Ghanas WM-Ausscheiden im Sechzehntelfinale gegen Kolumbien seinen Posten als Nationaltrainer. Beim Abschied richtet der 73-Jährige klare Worte an den ghanaischen Verband.
Nach dem WM-Ausscheiden gegen Kolumbien hat Carlos Queiroz sein Amt als Nationaltrainer Ghanas niedergelegt. Der 73-Jährige hatte den Posten erst im April 2026 übernommen – und nutzte seinen Abgang für Kritik am ghanaischen Fußball-Verband.
Queiroz war als Nachfolger von Otto Addo eingesprungen. Anlass war eine Testspiel-Niederlage gegen Deutschland. Das Sechzehntelfinale in Kansas City war für ihn bereits die fünfte WM als Cheftrainer in Serie.
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Bei seinem Abschied äußerte sich Queiroz kritisch zum Verband: „Die Zukunft der Black Stars wird nicht allein auf dem Platz gebaut, der Erfolg der Black Stars muss außerhalb des Platzes beginnen, indem man die bestmöglichen Bedingungen schafft, um das außergewöhnliche Fußball-Talent Ghanas vorzubereiten, zu schützen und zu entwickeln.“
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Zuletzt hatte sich mit Kevin-Prince Boateng auch ein ehemaliger Nationalspieler Ghanas kritisch geäußert. Der gebürtige Berliner nahm allerdings mehr die Mannschaft als den Verband in die Pflicht. „Es fehlt an Teamgeist, und das habe ich schon vor dem Turnier gesagt“, kritisierte der Ex-Profi.
Indirekt nahm er dabei auch den Verband ins Visier: „Es ist schwierig, den Teamgeist aufzubauen, da der Trainer erst einen Monat zuvor gekommen ist.“ Bei Überraschungsteam Kap Verde, das im Sechzehntelfinale erst in der Verlängerung an Weltmeister Argentinien gescheitert ist, machte Boateng diesen Zusammenhalt aus. In Ghanas Team fehlte er – „deshalb fahren wir nach Hause“.











