
11.16 Uhr: Ingrid Kühne, Kabarettistin und Rednerin, fährt auf dem Wagen der Großen Kölner Karnevalsgesellschaft mit. Kühne hatte am Freitagabend ihren letzten Karnevalsauftritt bei der Kostümsitzung der Nippeser Bürgerwehr im Festsaal der Flora.

11.02 Uhr: Jecken, die den Rosenmontagszug an der Straße verfolgen, müssen nicht auf dem Trockenen sitzen. Kölsch und Softdrinks, aber auch Prosecco und Wein werden an Ständen verkauft. Das Kölsch vom Fass (0,25 Liter) kostet 3,50 Euro zuzüglich zwei Euro Pfand. Und auch für das leibliche Wohl ist gesorgt: Eine Bratwurst kostet sechs Euro, Currywurst gibt es für sieben zu kaufen.

10.55 Uhr: Der erste Überraschungswagen im Kölner Rosenmontagszug setzt auf drastische Szenen. Die Bilder sollen bis zu Ajatollah Ali Chamenei in den Iran gehen, so zumindest die Hoffnung in der Hauptstadt der Jecken. Der Wagen zeigt die brutale Niederschlagung der Proteste im Iran. Am Wochenende waren allein in München 250.000 Menschen auf die Straße gegangen und hatten gegen das Regime demonstriert.

10.27 Uhr: Bevor der Rosenmontagszug gestartet ist, sind die mitlaufenden Pferde tierärztlich kontrolliert worden. Zunächst wurden die Tiere auf ihren Ernährungszustand, äußere Wunden und ihre allgemeine Verfassung untersucht, ehe Tierärztin Cornelia Augustiniok ihnen Blutproben abnahm. Im Labor werden die Proben nun auf verschiedene Substanzen überprüft, etwa Schmerz- und Beruhigungsmittel oder Entzündungshemmer.

„Wir wollen nur Pferde haben, die gesund und trainiert sind und in der Lage sind, beim Zug mitzugehen“, sagt die Veterinärmedizinerin. In ungefähr zwei Wochen werden die Ergebnisse der Blutuntersuchungen vorliegen. Bei Verstößen werden Verfahren nach dem Tierschutzgesetz eingeleitet. Die Teilnahme von Pferden im Rosenmontagszug ist umstritten: Tierschutzorganisationen kritisieren die Teilnahme seit Jahren. Für viele Jecken ist es Tradition.
10.12 Uhr: Der Kölner Rosenmontagszug ist pünktlich losgezogen. Insgesamt machen sich 11.500 Teilnehmer auf den 8,5 Kilometer langen Weg durch die Stadt in die Gregorius-Maurus-Straße.

09:58 Uhr: Zugleiter Marc Michelske freut sich über den Wetterwechsel kurz vor Beginn des Rosenmontagszugs: „Der Herrgott muss ne Kölsche sin. Heute Morgen lief es noch etwas holprig, aber jetzt läuft alles nach Plan.“ Der erste offizielle Moment des Rosenmontagszugs: Eine Gruppe von Ehrenamtlern aus ganz Köln musiziert zusammen.

09.50 Uhr: An der Severinstorburg sind das Dreigestirn und der Präsident des Festkomitees, Christoph Kuckelkorn, eingetroffen. Trotz des Nieselregens ist die Stimmung bestens. Kuckelkorn, der seinen letzten Rosenmontagszug als FK-Präsident erlebt, genießt das Bad in der Menge sichtlich.

09.39 Uhr: Kurz vor dem Start des Rosenmontagzugs werden die abschließenden Vorbereitungen getroffen. Auf der Bonner Straße werden die letzten Wagen mit Kamelle beladen. Auf dem Weg von der Südstadt in die Gregorius-Maurus-Straße werden etwa 300 Tonnen Kamelle, 300.000 Strüßjer und weitere kleine Geschenke verteilt.

09.15 Uhr: Mit Statements im Rosenmontagszug solidarisieren sich Kölner Karnevalisten mit dem in Russland gerichtlich verfolgten Wagenbauer Jacques Tilly aus Düsseldorf. Der Wagen von Karnevalspräsident Christoph Kuckelkorn werde den kölschen Spruch „Mer all sin Tilly“ (Wir alle sind Tilly) tragen, teilte das Festkomitee Kölner Karneval am Morgen mit. Die Fußgruppe des ukrainischen Hilfsvereins Blau-Gelbes-Kreuz werde zudem Satire-Motive von Jacques Tilly und frühere Putin-Darstellungen aus dem Kölner Rosenmontagszug auf Schildern zeigen.
09.04 Uhr: Um 10 Uhr startet der Rosenmontagszug in der Kölner Südstadt am Chlodwigplatz. Dann machen sich die etwa 11.500 Teilnehmer auf den 8,5 Kilometer langen Weg, vorbei am Kölner Dom, bis zum Ziel – der Gregorius-Maurus-Straße (ehemals Mohrenstraße).
Bis der erste Wagen von der Südstadt bis zum Ziel gezogen ist, dauert es rund dreieinhalb Stunden. Neben zahlreichen Fußgruppen können Zuschauer am Rande des Rosenmontagszugs unter anderem 21 aufwendig gestaltete Persiflagewagen bestaunen. Die genaue Wegstrecke finden Sie hier.
9 Uhr: Der Kölner Straßenkarneval 2026 wird erneut durch ein umfassendes Sicherheitskonzept abgesichert. Zwischen Weiberfastnacht (12. Februar) und Rosenmontag erwarten die Verantwortlichen von Ordnungsamt, Feuerwehr und Polizei erneut Tausende Feiernde im Stadtgebiet. Unter anderem gibt es wieder abgesperrte Partyzonen.
Polizei-Einsatzleiter Martin Lotz spricht weiterhin von einer „abstrakt hohen“ Gefahrenlage. „Es liegt uns allerdings zum jetzigen Zeitpunkt keine konkrete Warnung hervor. Sollte es diese geben, werden wir entsprechend informieren.“ Ein Bild aus einer Chatgruppe des Islamischen Staats (IS) hatte in Köln vor dem Straßenkarneval 2025 bei einigen Feiernden Sorgen ausgelöst. Eine konkrete Terrorwarnung gab es allerdings zu keinem Zeitpunkt. Lesen Sie hier mehr zum Sicherheitskonzept.

08.29 Uhr: Während sich die Wagen des Rosenmontagszugs auf den Weg in die Südstadt machen und dort die Vorbereitungen auf Hochtouren laufen, ist es auf der Zülpicher Straße noch menschenleer. Bereits an Weiberfastnacht waren die Straßen wetterbedingt weniger stark besucht als in den Vorjahren.
08.08 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst hat seine Prognose für den Rosenmontag am Montagmorgen noch einmal aktualisiert. In der Nacht zum Montag war in Köln Schnee gefallen. Bis zum Mittag könne es in NRW deshalb gebietsweise Glätte durch Schneematsch geben. Windböen bis 60 km/h, vereinzelt bis 70 km/h seien den ganzen Tag möglich, vor allem bei Schauern. In Köln werden maximal sechs Grad erreicht.
Wegen des Wintereinbruchs in der Nacht ist derzeit auch die Leverkusener Brücke gesperrt. Herabstürzende Eisstücke hatten dort drei Autos beschädigt.
Die „Kölsche Fründe vun 1995“ dürfen sich über die höchste Auszeichnung freuen: Sie erhalten den „Goldenen Lappenclown“, den Ehrenpreis des Festkomitees Kölner Karneval von 1823 e. V. Als besondere Ehre wird Oberbürgermeister Torsten Burmester am morgigen Rosenmontag vom Chlodwigplatz aus das erste Stück mit der Gewinnergruppe im Zug mitgehen. Lesen Sie hier, wer die weiteren Gewinner sind.
Said El Mala, Starspieler beim 1. FC Köln, wird beim Rosenmontagszug auf dem Wagen des Vereins mitfahren. Wie der FC mitteilte, wird der 19-Jährige zusammen mit Ragnar Ache und Trainer Lukas Kwasniok von der Männer-Profimannschaft auf dem Wagen stehen. Vom Frauen-Team werden Ex-Nationalspielerin Marina Hegering und Vanessa Leimenstoll mit dabei sein. Auch FC-Präsident Jörn Stobbe nimmt am Rosenmontagszug teil.

Ein Großteil der Profis werde den Rosenmontagszug zudem von der Tribüne am Heumarkt aus verfolgen, hieß es weiter. Der Verein ist bei einem der größten Karnevalsumzüge im Rheinland traditionell mit einem eigenen Wagen vertreten. In Feierlaune dürften die Spielerinnen und Spieler aber nur bedingt sein: Die Männer verpassten am Samstagabend mit 1:3 einen Sieg gegen den VfB Stuttgart, die Frauen verloren am Freitagabend 1:2 gegen Bayer Leverkusen.










