30 Jahre auf der Flucht
Gesuchte Linksterroristen wollen sich offenbar stellen
11.03.2025 – 17:19 UhrLesedauer: 1 Min.
1995 wollte ein linksradikales Trio ein Berliner Gefängnis sprengen. Nach ihrer Flucht nach Venezuela wollen sich zwei der drei Verdächtigen jetzt stellen.
Nach 30 Jahren auf der Flucht könnten sich noch in dieser Woche zwei gesuchte Linksterroristen in Berlin der Polizei stellen. Wie der „Spiegel“ berichtet, wollen die Gesuchten Peter Krauth und Thomas Walter über Spanien nach Deutschland reisen und ab Madrid von Polizisten begleitet werden.
Die beiden mutmaßlichen Mitglieder der linksterroristischen Vereinigung „Das K.o.m.i.t.e.e.“ werden seit 1995 per Haftbefehl gesucht und sollen zuletzt in Venezuela gelebt haben, wo ihnen Asyl als politische Flüchtlinge gewährt wurde. Zu der Gruppe soll auch der 2021 gestorbene Bernhard Heidbreder gehört haben. Die Bundesanwaltschaft wirft dem Trio vor, 1995 die Sprengung eines leer stehenden Gefängnisses im Berliner Ortsteil Grünau vorbereitet zu haben.
Das Gebäude war für Abschiebekandidaten vorgesehen. Eine zufällig vorbeifahrende Polizeistreife zwang die Männer jedoch kurz vor der Tat zur Flucht. „Das K.o.m.i.t.e.e.“ bekannte sich zu dem Anschlagsplan und verkündete seine Auflösung. Seither gab es laut „Spiegel“ keine Hinweise auf weitere Aktivitäten der Gruppe.
„Die Vereinbarung ist, dass sie geständig sind und dafür ein geringes Strafmaß erhalten“, sagte Krauths Strafverteidiger Lukas Theune der „taz“. Es seien vier Verhandlungstage angesetzt, das Urteil soll am 8. April gesprochen werden.