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Home » Gemeinden wollen neue Regeln am Mont Blanc
Leben

Gemeinden wollen neue Regeln am Mont Blanc

By zeit-heute.deSeptember 26, 20262 Mins Read
Gemeinden wollen neue Regeln am Mont Blanc
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Chaos bei Touren am berühmten Berg

Neue Regeln am Mont Blanc vorgeschlagen


24.09.2026Lesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Das Mont Blanc-Massiv: Mehrere Gemeinden klagen über die Touristenschwemme. (Archivbild) (Quelle: Sachelle Babbar/ZUMA Wire/dpa/dpa-bilder)

Die Touristenscharen am Mont Blanc schwellen an. Die Anliegergemeinden wollen die Regeln verschärfen.

Am Mont Blanc sollen Touristenströme in Zukunft besser gesteuert werden. Sieben Gemeinden der französischen Region um den berühmten Gipfel haben ein Konzept vorgestellt, das das Chaos auf der Wanderroute um und auf den Berg beenden soll. „Angesichts der Auswüchse zeigen wir, dass die Zeit der ‚Open Bar‘ nun vorbei ist“, sagte Jean-Marc Peillex, Präsident des Gemeindeverbands „Pays du Mont-Blanc“ der Nachrichtenagentur AFP.

Die Besucherzahlen seien geradezu explodiert, auf 90.000 Wanderer pro Saison. Was einst eine angenehme Tour am Berg war, sei zu einer überlaufenen Strecke geworden. Das habe negative Auswirkungen auf die Gemeinden, die Umwelt und die Sicherheit, heißt es in einer Mitteilung des Verbands.

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Jean Marc Peillex, Bürgermeister der Gemeinde Saint-Gervais am Mont Blanc (Archivbild): Er legte sich mit Touristen an.Vergrößern des Bildes
Jean-Marc Peillex, Bürgermeister der Gemeinde Saint-Gervais am Mont Blanc (Archivbild): Er legte sich mit Touristen an. (Quelle: Pascal Deloche / Godong via www.imago-images.de/imago-images-bilder)

Man wolle keine grundsätzlichen Verbote für die Tour aussprechen, aber die 170 Kilometer lange Tour mit 10.000 Höhenmetern regulieren. Gegen einige Auswüchse wolle man aber vorgehen, etwa das Füttern von Steinböcken oder „Leute, die ihre Notdurft auf den Feldern verrichten, wie Peillex aufzählte. Auch das Campen rund um Berghütten, die nur bei schlechtem Wetter zum Schutz aufgesucht werden, solle beendet werden.

Touristen mit Rollkoffern

Das Wildcampen soll in Zukunft verboten sein, außerdem wird eine Reservierungspflicht in offiziellen Unterkünften vorgeschlagen. Die Gemeinden kritisieren auch Touristen, die mit Rollkoffern anreisen und sich mit dem Taxi herumfahren lassen, statt zu wandern. Man wolle die Tour zum Mont Blanc wieder zu den Ursprüngen zurückbringen und verhindern, dass dort wegen der Touristenmassen nur im Gänsemarsch gelaufen werden kann.

Peillex hatte im August 32 Wanderern, die in Not geraten waren, die eigentlich übliche kostenlose Rettung per Hubschrauber verweigert. Der Bürgermeister von Saint-Gervais am Fuße des Mont Blanc, hatte die Gruppe als „Opportunisten und gefährliche Menschen“, bezeichnet die gar nicht erst hätten versuchen dürfen, den Berg zu besteigen. Es habe Warnungen vor schlechtem Wetter gegeben, die ignoriert worden seien.

Vor vier Jahren hatte Peillex erklärt, die Bedingungen am Mont Blanc seien so gefährlich, dass Bergsteiger eine Kaution in Höhe von 15.000 Euro hinterlegen müssten, um die Kosten für Rettungsmaßnahmen und eine eventuelle Beerdigung zu decken.

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