Bankgebühren senken
Tipps von Finanzexperten: So gelingt der Kontowechsel
Aktualisiert am 24.03.2026 – 11:09 UhrLesedauer: 2 Min.
Steigende Kontogebühren, schlechte Konditionen: Es gibt viele gute Gründe, das Bankkonto zu wechseln, aber wie gelingt es?
Um am unbaren Zahlungsverkehr teilzunehmen, ist ein Bankkonto erforderlich. Die Nutzung kostet je nach Bank unterschiedliche Gebühren. Nicht nur der Preis ist ein Grund für einen möglichen Kontowechsel, es gibt weitere Gründe. Viele Kunden scheuen davor jedoch zurück, doch ein Wechsel muss nicht kompliziert sein.
Hauptgrund für einen Kontowechsel ist in der Regel eine hohe Gebühr. Teilweise zahlen Kunden 60 Euro oder mehr im Jahr nur für die Kontoführung. Je nach Kontomodell kommen unter Umständen noch Kosten für Überweisungen oder Abhebungen an anderen Bankautomaten hinzu.
Darüber hinaus können auch schlechte Konditionen beim Online Banking, mangelnde Verfügbarkeit von Bankautomaten oder keine Filialen in der Nähe Gründe für einen Wechsel sein. Letztlich muss jeder Kunde selbst entscheiden, welche Bedingungen ihm wichtig sind. Hohe Gebühren sollte heutzutage allerdings niemand in Kauf nehmen.
Seit September 2016 sind Banken dazu verpflichtet, bei einem Wechsel des Kunden zusammenzuarbeiten. Ähnlich wie bei einem Stromanbieter wird dabei Hilfe bei der neuen Bank beantragt: die sogenannte Kontowechselhilfe. Verbraucher eröffnen zunächst ein neues Konto bei der Bank ihrer Wahl. Anschließend füllen sie eine einmalige Ermächtigungserklärung aus und die Banken übernehmen den Rest.
Die alte Bank muss Daten wie Daueraufträge, Terminüberweisungen und Lastschriftmandate mitteilen, sodass für den Verbraucher kaum Arbeit anfällt. Der Kunde hat zu diesem Zeitpunkt sogar noch die Möglichkeit, darüber zu entscheiden, welche Aufträge die neue Bank ausführen soll. Sollte sich also etwas im Zahlungsverkehr ändern, ist der Wechsel ideal, um etwaige Zahlungen einzustellen.
Banken sind dazu verpflichtet, zeitnah zu handeln. Die wichtigsten Datenübertragungen wie Daueraufträge muss die alte Bank innerhalb von fünf Geschäftstagen nach Erhalt der Erklärung erledigen. Insgesamt sollte der Prozess nie länger als zwei Wochen dauern. Fehlen der Bank Informationen, holt sie diese selbstständig ein.
Die Kontowechselhilfe ist grundsätzlich kostenlos. Zusätzliche Gebühren dürfen Banken nur nach Vereinbarung erheben. Außerdem müssen die Gebühren an tatsächlichen Kosten der Banken orientiert und angemessen sein.
Entstehen weitere Kosten oder finanzielle Schäden durch den Kontowechsel, sind in der Regel die Banken gemeinsam verantwortlich. Entstehen Ihnen etwa Mahnkosten, weil bei der Übertragung von Daueraufträgen Fehler geschehen sind, haften die teilnehmenden Banken gesamtschuldnerisch. Verbraucher tragen das finanzielle Risiko nicht. Darüber hinaus gibt es auch keine Verpflichtung für die Nutzung der Kontowechselhilfe.











