Show im BR
„Menschliches Antidepressivum“ kommt zum Sonntags-Stammtisch
Aktualisiert am 28.02.2026 – 20:30 UhrLesedauer: 2 Min.
Mit Witz, Denglisch und klarer Haltung: Entertainerin Gayle Tufts ist zu Gast beim BR in München. Auch Donald Trump wird Thema sein.
Sie nennt sich selbst ein „menschliches Antidepressivum“. Und genau das will Gayle Tufts auch beim BR sein. Die Entertainerin ist zu Gast im „Sonntags-Stammtisch“, der am Sonntag (1. März) von 11 bis 12 Uhr läuft.
Seit mehr als 35 Jahren lebt die gebürtige US-Amerikanerin in Berlin. Berühmt wurde sie mit ihrem „Denglisch“, einer charmanten Mischung aus Englisch und Deutsch. Auf der Bühne verbindet sie Stand-up, Gesang und klare politische Töne.
In ihrem aktuellen Programm „Please don’t stop the Music“ spart sie nicht mit Kritik. Besonders mit Blick auf die politische Lage in den USA wird Tufts deutlich. „Donald Trump verwandelt die USA in schwindelerregendem Tempo in eine faschistische Diktatur – ‚The United States of Angst‘ – und ich finde es really schwierig nicht antiamerikanisch zu sein“, sagte sie dem SWR.
Die Wiederwahl Trumps im November 2024 sei für sie ein Schock gewesen. Gleichzeitig betont die 65-Jährige ihre Verbundenheit mit ihrer Heimat. Ihre Schwester und ihr Bruder leben bis heute in den USA.
An den „American Spirit“ glaubt sie weiterhin. Entertainment habe in ihrer Kindheit in Massachusetts eine große Rolle gespielt. „Der Fernseher war immer an. Und da war diese wahnsinnige Bandbreite von Weltklasse-Entertainern“, erzählte sie dem rbb. Von Judy Garland bis zu den Rolling Stones sei alles im Wohnzimmer präsent gewesen.
Mit 17 zog es Tufts nach New York. An der New York University studierte sie Schauspiel, Gesang und Tanz. Dreizehn Jahre lebte sie dort, bevor sie sich in den Achtzigerjahren bei einer Reise in Berlin verliebte. Obwohl sie damals noch kein Deutsch sprach, blieb sie.
Heute lebt sie länger in Deutschland als in den USA. Seit über 25 Jahren produziert sie eigene Shows wie „Some like it heiß“ oder „Superwoman“. Sie versteht sich als „Dienstleisterin“. Gerade in Krisenzeiten wolle sie Optimismus verbreiten. Beim „Sonntags-Stammtisch“ dürfte es also musikalisch, politisch und sehr persönlich werden. Und ziemlich sicher auch ein bisschen „funny“.











