
Verliert Job in den USA
Galeria-Eigentümer von Insolvenz betroffen
Aktualisiert am 15.01.2026 – 12:16 UhrLesedauer: 2 Min.
Online-Konkurrenz, neue Markenstrategien und Schulden setzen Saks Global kräftig zu, die Warenhauskette ist insolvent. Davon ist ein in Deutschland bekannter Manager betroffen.
Der finanziell angeschlagene Luxus-Warenhauskonzern Saks Global hat in den USA Insolvenz beantragt. Das Unternehmen meldete ein Restrukturierungsverfahren gemäß „Chapter 11“ des US-Insolvenzrechts an, wie es mitteilte. Das Verfahren soll dem Luxus-Einzelhändler auch Spielraum geben, um mit Gläubigern eine Umschuldung auszuhandeln oder andere Schritte für einen Fortbestand einzuleiten.
Das Unternehmen sicherte sich nach eigener Aussage zudem eine Finanzierungszusage von rund 1,75 Milliarden US-Dollar (1,5 Milliarden Euro) und gab die Ernennung eines neuen Vorstandschefs bekannt.
Darüber hinaus gab Saks Global die Ernennung von Geoffroy van Raemdonck zum neuen Vorstandschef (Chief Executive Officer/CEO) mit sofortiger Wirkung bekannt. Der ehemalige CEO von Neiman Marcus wird Richard Baker ersetzen, der als Architekt der Akquisitionsstrategie galt und im Januar als Chef von Saks Global zurückgetreten war. Baker gehört über seine Investmentgesellschaft NRDC auch die Hälfte der deutschen Warenhauskette Galeria.
Im April 2024 hatte der amerikanische Manager die deutsche Galeria-Gruppe von René Benkos Signa für einen symbolischen Euro zusammen mit Mitinvestor Bernd Beetz übernommen, nachdem er zuvor bereits einmal bei der damaligen Kaufhof-Kette eingestiegen war und diese 2018 an Benko verkauft hatte.
Saks Global war 2024 aus der Fusion der US-Luxuskaufhausketten Saks Fifth Avenue und Neiman Marcus entstanden. Das Unternehmen soll zuletzt auch unter Druck geraten sein, weil die Konkurrenz durch Online-Shops zugenommen hat und Luxusmarken begannen, zunehmend Artikel über ihre eigenen Geschäfte zu verkaufen.
„Mit Unterstützung seiner wichtigsten Finanzpartner hat Saks Global ein freiwilliges Insolvenzverfahren nach Chapter 11 beim US-Insolvenzgericht für den südlichen Bezirk von Texas eingeleitet, um seine laufende Umstrukturierung zu erleichtern“, teilte das Unternehmen mit. Die Geschäfte und E-Commerce-Angebote von Saks Fifth Avenue, Neiman Marcus, Bergdorf Goodman, Saks OFF 5TH, Last Call und Horchow seien weiterhin geöffnet.
„Dies ist ein entscheidender Moment für Saks Global, und der vor uns liegende Weg bietet eine bedeutende Gelegenheit, das Fundament unseres Geschäfts zu stärken und es für die Zukunft zu positionieren“, sagte der neue CEO van Raemdonck laut Mitteilung.










