Zustand verschlechtert
Fußballtrainer liegt im Koma auf der Intensivstation
06.04.2026 – 08:31 UhrLesedauer: 2 Min.
Im Alter von 80 Jahren stand Mircea Lucescu vor zwei Wochen noch am Spielfeldrand. Seitdem hat sich sein Gesundheitszustand drastisch verschlechtert.
Der Fußballtrainer Mircea Lucescu liegt im künstlichen Koma. Das berichten der rumänische Journalist Emanuel Roşu und die rumänische Zeitung „Gazeta Sporturilor“ übereinstimmend. Lucescu erlitt vergangene Woche einen Herzinfarkt und musste reanimiert werden. Die Sorge um den 80-Jährigen ist in Rumänien groß.
Gesundheitsminister Alexandru Rogobete sagte am Sonntagabend: „Er ist unglücklicherweise in einem kritischen Zustand. Er befindet sich auf der Intensivstation. Sein Zustand hat sich in den vergangenen 24 bis 48 Stunden verschlechtert.“ Nur dank der medizinischen Versorgung im Krankenhaus in der Hauptstadt Bukarest ist Lucescu noch am Leben. Am späten Sonntagabend besuchten ihn seine Frau Neli, der gemeinsame Sohn Răzvan sowie Enkelsohn Matei.
Die rumänische Nationalmannschaft teilte am Sonntag ein Statement: „Es gibt im Fußball manchmal Momente, in denen das Ergebnis auf der Anzeige egal ist und der einzige Sieg, um den wir kämpfen, das Leben ist. Heute ist einer dieser Momente, und unsere Gedanken gelten dem Mann, der Schicksale geprägt, Generationen geformt und Rumänien auf die große Landkarte des Weltfußballs gebracht hat.“
Mircea Lucescu war von 1981 bis 1986 Nationaltrainer seines Heimatlandes, führte Rumänien zur ersten EM-Teilnahme der Landesgeschichte (1984). Er arbeitete viele Jahrzehnte lang als Trainer, seine längste Station war in der Ukraine. Zwölf Jahre lang stand er an der Seitenlinie bei Schachtar Donezk, wo er zwischen 2004 und 2016 insgesamt achtmal die Meisterschaft gewann.
Im August 2024 übernahm er dann noch einmal die rumänische Nationalmannschaft, die er fast zur WM geführt hätte. Doch im Playoff-Halbfinale gegen die Türkei scheiterte Lucescu mit seinem Team. Wenige Tage später kollabierte er bei einer Teamsitzung und wurde ins Krankenhaus gebracht. Seitdem ist sein Zustand ungewiss.











