Strenge Grenzwerte
Blaue Plakette: Für wen sie ein Fahrverbot bedeuten würde
Aktualisiert am 07.07.2019Lesedauer: 4 Min.
Sie ist der Albtraum vieler Autofahrer: die blaue Plakette. Denn sie würde Millionen Autos aus den Städten aussperren. Wer betroffen wäre und wann die Plakette kommen könnte.
Die ersten Diesel-Fahrverbote sind in Kraft, etliche weitere dürften 2019 folgen. Das stellt nicht nur die Autofahrer vor Probleme, sondern auch die Kommunen. Wie sollen sie die Fahrverbote durchsetzen? Wie kontrolliert man, ob ein Dieselauto sauber genug ist oder nicht? Ein Blick in die Papiere kann die Frage beantworten. Fahrende oder geparkte Autos lassen sich so aber nicht überprüfen. Hier könnte eine blaue Plakette helfen, nur nur an besonders saubere und schadstoffarme Autos vergeben wird, sagen ihre Befürworter. Ähnlich wie die bestehenden Umweltplaketten zeigt sie auf einen Blick, wer die Innenstadt befahren darf und wer nicht. Was beim Fahren ohne Umweltplakette droht, erfahren Sie hier.
Die blaue Plakette und die Grenzwerte, die ihr zugrunde liegen, sind jedoch höchst umstritten: Wenn sie kommt, könnten viele Millionen Autofahrer keine Innenstädte mehr befahren, sagen die Kritiker. Ihre Befürworter hingegen meinen, die Plakette sei wichtig, um die Stadtbewohner vor giftigen Autoabgasen zu schützen.
Was genau hat es mit der blauen Plakette auf sich? Und wann müssen Autofahrer mit ihrer Einführung rechnen? Hier finden Sie alle wichtigen Informationen.
Schon im Jahr 2016 hatten sich die Umweltminister von Bund und Ländern geeinigt: Die blaue Plakette für besonders saubere Autos soll kommen. Dadurch solle die Stickoxidbelastung in den Innenstädten sinken. Die Gase greifen beim Menschen die Schleimhäute und den Atemapparat an, gelten auch als verantwortlich für Herz- und Kreislauferkrankungen. Kommunen mit besonders schlechter Luft sollten künftig selbst entscheiden können, ob sie entsprechende Beschränkungen aussprechen.
Laut der Planungen würden folgende Autos eine blaue Plakette erhalten:












