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Für wen Magnesium besonders wichtig ist
Aktualisiert am 19.02.2026 – 09:50 UhrLesedauer: 3 Min.
Etwa 25 Gramm Magnesium – ein für die Gesundheit unverzichtbarer Mineralstoff – stecken im Körper eines Erwachsenen. Erfahren Sie hier, ob Sie einen erhöhten Bedarf haben.
Magnesium, ein sogenanntes Mengenelement, ist an vielen wichtigen Körperfunktionen beteiligt. Unter anderem unterstützt es die Funktion des Energiestoffwechsels, fördert die Signalweitergabe zwischen Nervenzellen und Muskeln, sorgt für Stabilität von Knochen und Zähnen, reguliert Herzrhythmus und Blutdruck, und stärkt das Immunsystem. Manche Menschen brauchen allerdings mehr von dem Mineralstoff als das Gros der Bevölkerung.
Fehlt dem Körper Magnesium, können verschiedene Symptome auftreten, häufig zunächst Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle, Müdigkeit und allgemeine Schwäche. Weitere mögliche Symptome eines Magnesiummangels sind Muskelschmerzen und Muskelkrämpfe, Lidzucken, Nervosität und Kopfschmerzen. Die Körpertemperatur kann ebenfalls sinken, was häufiges Frieren zur Folge hat.
„Im weiteren Verlauf kann ein Magnesiummangel zu einem Mangel an Calcium und Kalium führen und neurologische und kardiovaskuläre Symptome zur Folge haben, etwa Taubheitsgefühle, Kribbeln, Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen und Herzrasen“, erklärt Silke Restemeyer, Diplom-Ökotrophologin im Referat Öffentlichkeitsarbeit der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE). Auch plötzliche Verhaltensänderungen sind möglich, zum Beispiel Desinteressiertheit und Teilnahmslosigkeit.
Die DGE gibt folgende Referenzwerte für Magnesium an:
Laut der DGE lassen sich bei gesunden Menschen mit üblichen Ernährungs- und Lebensgewohnheiten keine Anzeichen eines Magnesiummangels feststellen. Magnesium ist in pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln in ausreichender Menge vorhanden, sodass der Bedarf über eine gesunde Ernährung in der Regel gedeckt ist.
Eine mögliche Ursache für einen Magnesiummangel kann eine gestörte Aufnahme über den Darm sein, beispielsweise infolge einer Darmerkrankung. Auch eine erhöhte Magnesiumausscheidung, etwa aufgrund von starkem Erbrechen oder Durchfall, kann einen Mangel verursachen.
Bestimmte Risikogruppen sollten ihre Magnesiumversorgung im Blick behalten und bei einem ärztlich diagnostizierten Mangel Magnesium als Nahrungsergänzung zu sich nehmen, wenn über eine Ernährungsanpassung die Nährstoffspeicher nicht ausreichend aufgefüllt werden können.
„Dazu gehören unter anderem Menschen mit sehr einseitigen Diäten oder einer sehr unausgewogenen Ernährung. Meist entwickelt sich ein Magnesiummangel sekundär infolge einer beeinträchtigten Magnesiumabsorption oder einer erhöhten Magnesiumausscheidung, beispielsweise bei Menschen mit chronischen Magen-Darm-Erkrankungen sowie Personen mit einer Nierenerkrankung“, sagt Restemeyer.











