Konzern klärt auf
Der Frosta-Friedhof: Was hat es damit auf sich?
Aktualisiert am 06.05.2026 – 09:03 UhrLesedauer: 2 Min.
Manchmal heißt es schlicht und einfach: „Danke und tschüss“. Auch Tiefkühlriese Frosta muss sich immer wieder verabschieden – und lässt seine Kunden daran teilhaben.
Kaum gefragt, Zutaten zu teuer oder andere Produkte erwiesen sich als bessere Alternative: Es gibt viele Gründe, warum der Tiefkühlkosthersteller Frosta sein Sortiment regelmäßig erneuert. Doch ausrangierte Produkte verschwinden nicht einfach. Der Konzern aus Bremerhaven hat sich bereits vor Jahren dazu entscheiden, den Artikeln ein virtuelles Denkmal zu setzen. Und zwar auf dem Frosta-Friedhof.
Seit 2011 listet das Unternehmen auf seiner Internetseite Produkte auf, die aus dem Sortiment geflogen sind. Dort heißt es: „Wir sagen dankeschön und auf wiedersehen.“ Für jedes Jahr finden sich dort Artikel, die es nicht mehr gibt. Und das hat einen Hintergrund, erklärte Hinnerk Ehlers, Unternehmensvorstand für Marketing und Vertrieb, im Gespräch mit dem „Weser Kurier“. Immer wieder hatte es Kunden gegeben, die Produkte im Kühlfach suchten, diese aber nicht fanden und sich dann an Frosta selbst wandten. Um transparent mit den Entscheidungen umzugehen, welche Produkt eingestellt wurden, veröffentlicht Frosta seit Jahren diese auf dem Produktfriedhof.
So verabschiedete der Konzern im ersten Jahr der Einführung unter anderem das Gericht „Hähnchen Chakalaka“, im Jahr darauf kam beispielsweise der „Mango Curry Reis“ hinzu und 2013 ebenfalls das Produkt „Thai Kokos Suppe“. Auch eher ausgefallene Tiefkühlspeisen wie „Quinoa Ananas Burger“ (2018) und „Feta Greek Style“ (2020) gibt es so nicht mehr zu kaufen.
Landet ein Produkt auf dem hauseigenen Friedhof, so bedeutet das nicht immer automatisch, dass es den Artikel nicht mehr zu kaufen gibt. In manchen Fällen wechselt nur die Verpackung, erläutert Ehlers. Künftig kann man den Artikel in der Plastiktüte statt im Karton kaufen – auch dann erhält das Produkt einen Eintrag auf der Friedhofsseite.
Kunden, die Produkte vermissen, können diese Sehnsucht mit einem Herzen an der jeweiligen Ware zum Ausdruck bringen. Während einige Tiefkühlspeisen wie die „Fisch Pfanne Italia“ aus dem Jahr 2015 bislang nur 173 Herzen bekommen hat, schaffte es die „Hackbällchen Pfanne“ aus dem Jahr 2023 auf satte 1.448 Herzen. Damit war für Frosta klar: Das Produkt muss wieder aufleben und so kehrte das Gericht vor zwei Jahren in das Sortiment zurück, so Ehlers.
Mittlerweile gibt es rund 100 Produkte, die auf der Friedhofsseite zu finden sind. Den ersten Eintrag überhaupt machten die „Tropenfrüchte“, der aktuell letzte Eintrag stammt vom Gericht „Bio Tortellini Créme Spinaci“.












