
500 Meter hoher Wolkenkratzer in Taipeh
Freeclimber Honnold schreibt Geschichte
Aktualisiert am 25.01.2026 – 03:54 UhrLesedauer: 4 Min.
Er wollte ohne Seil einen 500 Meter hohen Wolkenkratzer besteigen. Nach anderthalb Stunden machte Alex Honnold von der Spitze aus ein Selfie.
Der US-Freeclimber Alex Honnold hat am Sonntagmorgen (Ortszeit) den mehr als 500 Meter hohen Wolkenkratzer „Taipeh 101“ bestiegen. Das Spektakel mit dem Titel „Skyscraper live“ wurde live auf Netflix übertragen. Nach eineinhalb Stunden zeigte er sich erfreut und erleichtert: „Es ist großartig“, sagte er nach der Besteigung. Es war die höchste Freeclimb-Besteigung in einer Stadt und die erste des Wolkenkratzers.
Honnold zeigte sich kurz vor der Besteigung ruhig, sprach mit seiner Frau und zog sich dann seine Kletterschuhe an. Tausende säumten die Straßen um den Tower. Er blickte nochmals kurz nach oben und dann begann er an einer Ecke des Gebäudes den Aufstieg. Nach den ersten Stockwerten blickte er kurz lächelnd in die Menge unter ihm, die ihm begeistert zujubelte. Seinen Aufstieg begann er entlang der Kante des Towers.
Seine erste Hürde war ein etwa zwei Meter hohes Metallstück, das eine Wolke darstellen soll, ein sogenanntes Ruyi, ein chinesisches Symbol. Als er sie schaffte, drehte sich Honnold kurz um und blickte in die Kameras, die Netflix über ihm positioniert hatte. Dann machte er sich weiter auf den Weg, jetzt wieder an der Kante entlang. Vom Inneren des Gebäudes machten Menschen Fotos vom Aufstieg, die sich direkt ans Fenster, wenige Zentimeter nur durch die Scheibe getrennt, stellten. Dem Kletterer machte das wohl wenig aus, er winkte ihnen sogar zu. Nur ein High-Five lehnte er ab. „Das kann ich nicht machen, wenn ich hier stehe“, sagte er über sein Mikrofon.
Die zweite Hürde war ebenfalls ein Ruyi an der Gebäudekante. Auch hier kletterte er vorbei und kam umgehend zu einem der zehn Drachensymbole, einem kleinen Überhang am Gebäude. An diesem ging er zunächst seitlich vorbei, dann zog er sich an dem Metallstück hoch. Die weiteren Drachen bewältigte er ebenfalls mühelos.










