
Mehrere mutmaßliche Betroffene
Razzia in Frauenarztpraxis – schwere Vorwürfe
24.01.2026 – 09:39 UhrLesedauer: 1 Min.
Mehrere Beamte durchsuchen die Praxisräume eines Gynäkologen. Sie haben einen schweren Verdacht. Der Arzt bleibt auf freiem Fuß.
Gegen einen Frauenarzt aus Niederbayern haben mehrere Patientinnen schwere Vorwürfe erhoben: Laut Polizei haben sie angegeben, von dem 64 Jahre alten Arzt sexuell missbraucht worden zu sein.
Die Polizei sprach in einer Mitteilung von einer einstelligen Zahl an mutmaßlich betroffenen Patientinnen. Allerdings werde geprüft, ob es weitere Opfer gebe.
Am Freitag durchsuchten Ermittler die Wohn- und Praxisräume des 64-Jährigen im Landkreis Rottal-Inn. Ein Haftbefehl gegen den Mann wurde „gegen umfangreiche Auflagen“ außer Vollzug gesetzt, teilten die Beamten weiter mit.
Die Polizei bittet Frauen, die ebenfalls betroffen sind, sich zu melden. Die Beamten weisen darauf hin, dass bei Sexualdelikten nicht immer körperliche Verletzungen entstünden. „Die psychischen Folgen können genauso schwer sein.“ Menschen reagierten je nach Persönlichkeit ganz unterschiedlich auf ein Sexualdelikt, manche würden gar Schuldgefühle empfinden. Die Polizei stellt klar: „Die Verantwortung liegt aber allein beim Täter. Das Opfer hat niemals Schuld!“
Erst kürzlich hatte der Fall eines Kinderarztes aus Rathenow in Brandenburg Aufsehen erregt. Der Mann soll möglicherweise seit zehn Jahren Kinder sexuell missbraucht haben, so die Ermittler. Eine Anzeige einer Mutter brachte die Ermittlungen gegen den 46-Jährigen ins Rollen. Der Arzt sitzt wegen Wiederholungsgefahr in Untersuchungshaft.











