
Frank Buschmann zur WM in USA
„Kinder werden festgesetzt, Menschen erschossen“
02.02.2026 – 05:44 UhrLesedauer: 2 Min.
Früher liebte Frank Buschmann die USA, heute hat er ein ungutes Gefühl. Seine Einschätzung zur bevorstehenden Fifa Fußball-WM sorgt für Aufsehen.
Der in München lebende Sportmoderator Frank Buschmann hat sich im „Tagesspiegel“ kritisch zur Fifa-Fußball-WM in den USA geäußert. „Ich persönlich würde nicht hinfahren“, sagte Buschmann. „Nicht, weil ich den Amerikanern etwas Böses unterstellen will, sondern weil ich einfach kein gutes Gefühl hätte.“
Die USA hätten sich für ihn verändert. „Ich habe dieses Land geliebt, ich war über viele Jahre ständig dort. Heute schaue ich mit Bauchgrummeln rüber. Das fühlt sich wie ein Pulverfass an“, sagte der frührere Basketball-Profi. Als Beispiele nannte er: „Es werden Kinder festgesetzt, Menschen erschossen, staatliche Behörden verhalten sich wie eine Horde Vollidioten.“
Bereits Mitte Januar hatte Buschmann auf Instagram ein Gedankenspiel geteilt: „Was wäre es doch für ein starkes Zeichen, wenn die Europäer alle miteinander auf eine WM Teilnahme verzichten würden, Mexiko und Kanada als Gastgeber zurücktreten würden und alle gemeinsam im Sommer ein alternatives Turnier eben in Kanada und Mexiko spielen würden“, schrieb er.
Räumte aber auch gleich ein: „Natürlich wird das nicht passieren, natürlich ist das ein verrückter Gedanke, aber ich mag die Idee!“
Anlass für das Gespräch war die Verleihung eines Friedenspreises durch Fifa-Präsident Gianni Infantino an US-Präsident Donald Trump bei der WM-Auslosung. „Das war an Absurdität nicht mehr zu überbieten“, so Buschmann. Die gemeinsame Bühne bezeichnete er als „pure Speichelleckerei“. Selbst wenn er WM-Spiele kommentieren sollte, würde er seine Meinung öffentlich äußern. „Angesichts dessen, was ich in den vergangenen Jahren so in den sozialen Medien geschrieben habe, weiß ich nicht einmal, ob ich überhaupt problemlos in die USA einreisen könnte.“
Die WM will Buschmann trotzdem im Fernsehen verfolgen. „Ich halte nichts davon, demonstrativ nicht zu schauen. Das bringt niemandem etwas“, sagte er. Er hoffe, dass man über Fußball reden könne – „und nicht darüber, ob es in den USA brennt. Aber man kann nicht so tun, als wäre alles normal“.









