
Sprengung in Berlin
Flutlichtmasten im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark gesprengt
Eine Reportage von t-online
12.02.2026 – 17:31 UhrLesedauer: 2 Min.
Mit einer halben Stunde Verspätung werden am Donnerstag zwei Flutlichtmasten im Berliner Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark gesprengt. So läuft die Sprengung ab.
Am Donnerstag sind die beiden östlichen Flutlichtmasten im Berliner Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark gesprengt worden. Bereits einige Stunden zuvor waren das Gelände rund um den Jahn-Sportpark und die Max-Schmeling-Halle sowie Teile des Mauerparks für Passanten gesperrt worden. Die Anwohner durften laut Berliner Senatsverwaltung in ihren Häusern bleiben.
Um 11:18 Uhr ist das erste Warnsignal zu hören, ein etwa drei Sekunden langer Ton, der als Aufforderung gilt, sich hinter die Absperrung zu begeben. Um 11:29 dann zwei kurze, nicht besonders laute Töne, die signalisieren: Gleich beginnt die Sprengung. Kurz danach knallt es zweimal kurz hintereinander. Vögel fliegen auf, doch die Masten stehen noch. Diese sogenannte Vergrämungssprengung dient als Warnung für die Tiere, die hier im Mauerpark leben, sagt der Pressesprecher der Berliner Senatsverwaltung, Martin Pallgen.
Zwei Sekunden später ist es so weit: Zwei kurze Explosionen, dann knickt der erste Mast langsam ein und senkt sich in Richtung Stadion. Mehr als eine grau-braune Rauchwolke ist nicht zu sehen. Nach zwei weiteren Explosionen, mit einem Schalldruckpegel von etwa 100 Dezibel, knickt auch der zweite der rund 50 Meter hohen und 39 Tonnen schweren Masten in Richtung Stadion ein.
Was bleibt, ist ein kurzes Raunen, verhaltener Jubel und ein Geruch wie an Silvester. Allmählich ziehen sich die Schaulustigen von den angrenzenden Straßen und von ihren Balkonen zurück. Die Flutlichtmasten, die 1987 im Rahmen der 750-Jahr-Feier der Stadt Berlin errichtet worden waren, sind aus dem Stadtbild in Prenzlauer Berg verschwunden.
Zwar standen sie laut Senatsverwaltung nicht unter Denkmalschutz, wegen ihrer „identitätsstiftenden Funktion“ habe man jedoch entschieden, dass zwei der vier Masten erhalten bleiben. Sie sollen in den Neubau des Stadions integriert werden. Langfristig ist geplant, den Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark zu einem inklusiven Sportpark umzubauen, für Schulen, Vereine und Freizeitsportler.










