
Neue Zahlen
So lange braucht das Finanzamt Frankfurt im Schnitt
12.01.2026 – 18:38 UhrLesedauer: 2 Min.
Frankfurts Finanzamt hat 2025 einen deutlichen Zahn zugelegt. Von einem der letzten Plätze bewegte es sich ins Mittelfeld.
Bei der Einkommensteuererklärung kann man jedes Jahr Geld zurückbekommen – oder muss nachzahlen. Wie lange es braucht, bis man vom Finanzamt Gewissheit hat, schwankt. Eine neue Auswertung des Portals „Lohnsteuer Kompakt“ zeigt: 2025 bearbeitete das Frankfurter Finanzamt die Einkommensteuererklärungen im Schnitt in 47,9 Tagen. Das ist eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr, als es im Schnitt 64,1 Tage dauerte, bis man den Bescheid in den Händen hatte.
Hessenweit rangiert Frankfurt damit im Mittelfeld bei der Bearbeitungsdauer (Platz 12 von 28). Bundesweit mit Platz 211 von 482 ebenfalls. Hessenweit ging es in Bensheim mit 34,1 Tagen am schnellsten, gefolgt vom Rheingau-Taunus-Kreis (Verwaltungsstelle Bad Schwalbach) mit 36,1 Tagen. Auf dem letzten Platz rangiert die Landeshauptstadt Wiesbaden mit im Schnitt 60 Tagen Bearbeitungsdauer.
Der hessenweite Durchschnitt liegt bei 48 Tagen bis zum Steuerbescheid. Damit landet das Bundesland im Deutschlandvergleich auf Platz vier. Das Land Berlin führt das Ranking der schnellsten Finanzämter an. Mit einer Bearbeitungszeit von durchschnittlich 46 Tagen lässt die Hauptstadt Hamburg auf Platz zwei und Sachsen auf Platz drei hinter sich. Bremen landet mit 74 Tagen auf dem letzten Platz.
Laut der Auswertung wartete man in Deutschland im Schnitt 50,2 Tage auf den Einkommensteuerbescheid – rund 0,6 Tage weniger als im Vorjahr. Ein Grund dafür liegt laut der Auswertung in Digitalisierung und Automatisierung bei der Bearbeitung von Fällen.
Nach Angaben von „Lohnsteuer Kompakt“ basiert die Analyse auf rund einer Million anonymisierter Steuererklärungen, die über die Webseite „lohnsteuer-kompakt.de“ erstellt wurden. Dies entspricht einer Stichprobe von etwa zwei Prozent. Das Portal gibt an, dass pro Finanzamt mindestens 50 Fälle in die Statistik eingeflossen sind.
Die Durchschnittswerte dienen dagegen eher nicht als Vorhersage, wie schnell das zuständige Finanzamt eine Steuererklärung bearbeitet. Die Bearbeitungsdauer hängt in der Regel vom individuellen Steuerfall ab.










