Homophobe Beleidigung
Fifa sperrt Argentinien-Profi für WM-Spiele
Aktualisiert am 06.05.2026 – 19:42 UhrLesedauer: 2 Min.
Der argentinische Flügelspieler Gianluca Prestianni muss die Konsequenzen seiner homophoben Äußerung gegen Vinícius Júnior nun auch im Nationalteam tragen.
Die Fifa hat die Sperre gegen Benfica-Profi Gianluca Prestianni auf alle weltweiten Wettbewerbe ausgeweitet – und damit auch auf die WM in den USA, Mexiko und Kanada. Der 20-jährige Argentinier hatte sich im Champions-League-Spiel gegen Real Madrid Mitte Februar homophob gegenüber Vinícius Júnior geäußert.
Dabei hatte Prestianni seinen Mund mit dem Trikot verdeckt. Die Uefa hatte ihn daraufhin für sechs Spiele gesperrt, drei davon auf Bewährung. Auf Bitten des Europäischen Verbands weitete die Fifa diese Sperre auf alle weltweiten Wettbewerbe aus. Der Verband teilte mit: „Die Fifa-Disziplinarkommission hat entschieden, die von der Uefa verhängte Sperre über sechs Spiele weltweit anzuwenden.“
Ob Argentiniens Nationaltrainer Lionel Scaloni Prestianni in den WM-Kader beruft, ist offen. Bislang kam der Flügelspieler nur einmal für die „Albiceleste“ zum Einsatz – bei einem Testspiel im November 2025. Beim Vorbereitungsspiel gegen Sambia am 31. März stand er nicht auf dem Platz. Wird er nicht nominiert, sitzt er die restlichen zwei Spiele seiner Sperre in einem Uefa-Wettbewerb der kommenden Saison ab.
Titelverteidiger Argentinien startet am 17. Juni in Kansas City gegen Algerien ins Turnier und trifft fünf Tage später in Arlington auf Österreich. Die Gruppe komplettiert WM-Neuling Jordanien. Bei einer Nominierung würde Prestianni diese ersten beiden Partien verpassen. Ein Spiel seiner Sperre hat er in der Champions League bereits abgesessen.
Der Vorfall hat zudem eine Regeländerung ausgelöst. Das International Football Association Board (Ifab) beschloss vergangene Woche einen Fifa-Vorschlag: Das Verdecken des Mundes bei Beleidigungen kann künftig als Platzverweis gewertet werden.










