24.03.2026 – 17:38 UhrLesedauer: 2 Min.
In weniger als 100 Tagen beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada. Die Fifa hat nun eine eigene Regel gelockert – Sponsoren könnte das verärgern.
Der Fußball-Weltverband (Fifa) hat laut „The Athletic“ eine Sondergenehmigung für das Mercedes-Benz-Stadion in Atlanta ausgestellt. Demnach darf die Dachkonstruktion, die aus acht beweglichen Paneelen mit jeweils knapp 70 Metern Länge besteht, weiter so bleiben, wie sie ist.
Zum Hintergrund: Bei geschlossenem Stadiondach bilden die Paneele einen riesigen Mercedes-Stern. Und damit werden eigentlich die Regeln der Fifa gebrochen, denn in den Verträgen zwischen den Stadien und der Fifa heißt es in Klausel 6.4.ii laut „The Athletic“, dass „keine Werbung, Marketingmaßnahmen, Promotionen, Merchandising, Lizenzierung, Beschilderung oder sonstige kommerzielle Kennzeichnung jeglicher Art auf Tribünen, Anzeigetafeln, Sitzen, Sitzlehnen, Zeiterfassungsuhren, Mitarbeiteruniformen, Akkreditierungsausweisen, Zäunen oder anderswo innerhalb, um oder im Luftraum über und um das Stadion geben darf“.
Einzige Ausnahme sind von der Fifa installierte oder genehmigte Werbemaßnahmen oder dergleichen. Der Weltverband hat alle anderen Stadien dazu verpflichtet, sonstige Markenwerbung zu entfernen, um „seine Marken und die Exklusivrechte seiner Sponsoren zu schützen“. Klar, dass nun Partnerfirmen der Fifa frustriert sein könnten, schließlich zahlt Mercedes für das Stadiondach kein Sponsoring an den Weltverband.
In Atlanta gibt es allerdings schon lange Verhandlungen, weil das Dach des Stadions schwer zu ändern ist. Die Betreiber selbst kamen bereits im Winter zum Schluss, dass eine Entfernung des Mercedes-Sterns nicht möglich sei, ohne ein hohes Risiko an Schäden am Dach einzugehen.
Mittlerweile scheint die Fifa jedoch die Tatsache akzeptiert zu haben. Auf Anfrage von „The Athletic“ erklärte ein Sprecher, dass es „keine Stellungnahme zu konkreten Vereinbarungen in Bezug auf einzelne Stadien“ geben werde. Allerdings machte er auch klar: „Die Fifa arbeitet eng mit den Stadionbetreibern und den Gastgeberstädten zusammen, um die Anforderungen (zum Markenschutz) in einer Weise umzusetzen, die mit früheren Ausgaben des Turniers übereinstimmt, wobei die jeweilige Infrastruktur und die betrieblichen Gegebenheiten an jedem Austragungsort berücksichtigt werden.“











