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Nach Disqualifikation: Biathletin entschuldigt sich öffentlich
25.01.2026 – 15:56 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach der bitteren Disqualifikation im Single-Mixed-Staffelrennen entschuldigt sich Marlene Fichtner öffentlich bei Leonard Pfund für den verpassten Sieg. Sie erhält viel Zuspruch.
Die 22-jährige Biathletin hat sich nach dem bitteren Vorfall auf Instagram bei ihrem Teamkollegen Leonard Pfund entschuldigt. „Ein blöder Fehler, der mir so nicht noch einmal passieren wird“, schrieb Fichtner. Der Grund für die Disqualifikation: Sie hatte nach ihrem letzten Liegendanschlag das Gewehr nicht ordnungsgemäß geschultert und die Schießmatte verlassen, bevor beide Arme durch das Tragegestell waren.
„Der Schmerz darüber sitzt tief, und es tut mir unendlich leid für Leo und das gesamte Team“, schrieb die Athletin weiter. Fichtner bekam ihren linken Arm nicht sofort durch die Schulterschlaufe. Dennoch verließ sie die Matte. Absatz 8.5.4 des Regelwerks verbietet das. Man darf die Matte erst verlassen, wenn beide Arme durch das Tragegestell sind und dieses auf den Schultern liegt.
Sportdirektor Felix Bitterling sagte: „Das war leider nicht der Fall. Die Regel ist eindeutig.“ Im Biathlon gelten wegen der Verwendung von Kleinkaliberwaffen spezielle Sicherheitsbestimmungen. Fichtner vergoss nach der Disqualifikation bittere Tränen.
Sie will das Positive mitnehmen. „Trotzdem werde ich diesen Tag nie vergessen. Dieses unbeschreibliche Gefühl im Ziel, als Leo und ich uns für einen kurzen Moment Weltcupsieger nennen durften – diese 15 Minuten waren etwas ganz Besonderes“, schrieb sie. „Ich habe an diesem Tag gesehen, wozu wir fähig sind. Und genau das nehme ich mit. Ich werde alles dafür geben, um wieder in diese Situation zu kommen.“
Die Athletin bekam viel Zuspruch. Der 22-jährige Pfund schrieb: „Es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht mit dir und ich bin mir sicher, dass wir das nochmal wiederholen werden!“ Weltcupgesamtsiegerin Franziska Preuß kommentierte auf Instagram: „An diesen Zieleinlauf von euch erinnern wir uns alle noch lange! Das ist was bleibt.“










