
Feuerwehr im Großeinsatz
Wegen Stromausfall: Störungen bei Notruf in Berlin
Aktualisiert am 03.01.2026 – 13:11 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein massiver Stromausfall trifft zehntausende Haushalte im Südwesten Berlins. Auch Heime sind betroffen – das bringt die Feuerwehr an ihre Grenzen.
Ein großflächiger Stromausfall hat am Samstag bei niedrigen Temperaturen den Südwesten Berlins getroffen. Über 45.000 Haushalte sind ohne Elektrizität. Das betroffene Gebiet erstreckt sich über Teile von Steglitz-Zehlendorf. Mehr zu den Hintergründen kann hier nachgelesen werden.
Mehrere hundert Feuerwehrleute und andere Helfer bekämpfen die Folgen. Feuerwehr-Sprecher Vinzenz Kasch erklärte: „Wir sind mit der Berufsfeuerwehr dabei, wir haben Freiwillige Feuerwehren alarmiert, das Technische Hilfswerk und weitere Organisationen sind ebenfalls aktiv.“
Die Lage sei besonders kritisch, weil mehrere Pflegeheime und Krankenhäuser in Steglitz-Zehlendorf betroffen seien, teilte die Feuerwehr mit. Sie habe bereits Bewohner und Patienten aus zwei Heimen in andere Einrichtungen gebracht.
Die Feuerwehr bat die Anwohner, hilfebedürftige Nachbarn zu unterstützen. Sie warnte zudem vor der Nutzung gasbetriebener Heizgeräte in Innenräumen.
Bei einer möglichen Störung des Telefonnetzes empfahl die Feuerwehr, Notrufe an die nächste Feuerwache oder Polizeiwache zu richten. Auch Busfahrer könnten Notrufe entgegennehmen. Die Einsatzkräfte prüfen aktuell weitere notwendige Hilfsmaßnahmen. Die Feuerwehr beschreibt die Gesamtlage als sehr dynamisch.
Der Senat hat in der Zwischenzeit die Koordination der Hilfe übernommen: Innensenatorin Iris Spranger (SPD) lasse sich seit dem Morgen fortwährend über den Sachstand und die Lage informieren, sagte eine Sprecherin.
Die Feuerwehr stimme sich derzeit mit dem Bezirk und den Hilfsorganisationen über den Aufbau von sogenannten Kat-Leuchttürmen ab, also Anlauf- und Informationsstellen für die Bevölkerung. Die Polizei prüfe, ob Katastrophenschutz-Informationspunkte notwendig seien.
Die Senatsinnenverwaltung koordiniere die notwendigen Maßnahmen von Polizei und Feuerwehr. Außerdem stehe Spranger mit den zuständigen Fachressorts und den Senatorinnen für Gesundheit und Wirtschaft sowie mit der Bezirksbürgermeisterin von Steglitz-Zehlendorf in ständigem Kontakt. Die beiden Senatsverwaltungen für Wirtschaft und Gesundheit sind zugleich eigenständige Katastrophenschutzbehörden für ihre jeweiligen Bereiche.









