Wichtiger als die Wahlen in diesem Jahr werden darum die im kommenden, und zwar auch für Kubicki und Höne ganz persönlich: Am 18. April wählt zunächst Schleswig-Holstein, wo Kubicki als lokales FDP-Zugpferd gesetzt ist, eine Woche später am 25. April ist Nordrhein-Westfalen dran, wo Höne als Spitzenkandidat den Wiedereinzug in den Landtag schaffen muss. In jeder möglichen Konstellation also gilt: Beide brauchen einander, niemand darf aus dem Kampf um die Spitze so beschädigt hervorgehen, dass er seine eigentliche Rolle nicht mehr ausüben kann.

Und: Die Partei darf sich in der Folge des Parteitags nicht weiter zerstreiten, spalten. „Bestenfalls gelingt ein Aufbruch, idealerweise dient der Wahlkampf um den Vorsitz auch der inhaltlichen Auseinandersetzung“, sagt ein Präsidiumsmitglied. Und vielleicht, so heißt es aus verschiedenen Ecken, zieht Höne ja doch noch zurück, wenn er merkt, dass seine Niederlage gewiss ist, auch wenn er das aktuell noch ausschließt. In diesem Fall könnte er den jetzt laufenden Wettstreit als Chance nutzen, um sich für künftige Personalfragen zu empfehlen – und am Ende mit Kubicki womöglich gar einen Pakt schließen: Erst Du, dann ich.

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