Katastrophen-Übung in Tunnel
Alarm per Fax: Rettungskräfte kommen erst nach Stunden
10.08.2026 – 19:32 UhrLesedauer: 1 Min.
Eine Übung soll die Einsatzfähigkeit des Katastrophenschutzes unter Beweis stellen. Es werden verschiedene Probleme offensichtlich.
Bei einem Übungseinsatz des Katastrophenschutzes in einem Zugtunnel in Thüringen sind am Wochenende eine Reihe von Mängeln zutage getreten. Bei dem Test wurde ein Brandeinsatz simuliert – eigentlich sollten die Einsatzkräfte mehr als hundert Passagiere evakuieren, sie trafen aber erst Stunden nach dem Alarm vor Ort ein.
Wie der „Focus“ unter Berufung auf die zuständige Landrätin Petra Enders berichtet, ist ein Grund dafür die veraltete Technik verantwortlich: Innerhalb der zuständigen Behörde in Thüringen laufe die Alarmierung immer noch über Fax.
Neben dem Fax-Gerät benennt Enders auch andere Probleme: So sei es den Rettungskräften etwa nicht gelungen, die Türen des ICE zu öffnen. Der übliche Vierkantschlüssel der Deutschen Bahn habe nicht funktioniert.
Thüringens Innenminister Georg Maier forderte, dass die Alarmierungswege künftig technisch und organisatorisch sowie auch praktisch regelmäßig getestet werden sollten. Außerdem solle die Zahl der Leitstellen deutlich reduziert werden.












