
Besonderer Moment
Heiratsantrag beim FC: „Ich möchte mich nicht verstecken“
01.02.2026 – 08:10 UhrLesedauer: 1 Min.
Vor dem Spiel des 1. FC Köln gegen die Wolfsburger wird es emotional im Rheinenergiestadion. Pascal Kaiser hält um die Hand seines Partners an.
Das Spiel des 1. FC Köln gegen den VfL Wolfsburg am Freitag stand im Zeichen der Diversität: Die vier Stadionpfosten leuchteten in Regenbogenfarben, die Kölner Elf stand in einem Sondertrikot auf dem Feld, beim Einlaufen wurde sie von Personen aus den Stiftungsprojekten des Vereins begleitet. Man wolle mit den Aktionen „wichtige Zeichen für Vielfalt im Sport und in der Gesellschaft setzen“, sagte FC-Geschäftsführer Philipp Türoff.
Diese Gelegenheit nutzte auch der Amateurschiedsrichter Pascal Kaiser. Vor Anpfiff machte Kaiser seinem Partner Moritz über das Stadionmikrofon einen Heiratsantrag – den sein Lebensgefährte vor knapp 50.000 Zuschauern im Rheinenergiestadion annahm. Der FC hatte dem Kölner Fan den besonderen Moment mäglicz gemacht. Kaiser, der bis in die Landesliga pfeift, outete sich im Jahr 2022 als homosexuell, seitdem ist er einer der wenigen sichtbar queeren Menschen im deutschen Fußball.
„Ich möchte mich nicht verstecken, sichtbar sein. Nicht laut, provokant, sondern ehrlich. Ich will, dass jeder sieht, dass ich diesen Menschen liebe. Einen Mann, als Mann, im Fußball“, sagte der 27-Jährige vor der Partie, die Köln mit 1:0 gewann.










