
Neues Gutachten
Streicht die Stadt Autospuren auf der Mülheimer Brücke?
08.01.2026 – 19:39 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Mülheimer Brücke ist erst seit wenigen Monaten wieder für den Autoverkehr frei. Doch künftig könnten Fahrspuren für Autofahrer wegfallen.
Auf der Mülheimer Brücke könnten künftig zwei Autospuren zugunsten des Fahrradverkehrs wegfallen. Die Stadt Köln möchte mithilfe eines Gutachtens feststellen, inwiefern die vorhandenen Spuren auf der frisch sanierten Brücke für die Zukunft besser aufgeteilt werden können. Das geht aus einer Mitteilung hervor, die die Verwaltung am Donnerstag veröffentlichte.
Konkret soll es darum gehen, inwiefern der Wegfall von je einer Autospur pro Fahrtrichtung Auswirkung auf den Verkehr im Kölner Stadtgebiet hat. Die Idee der Verantwortlichen ist es, künftig pro Fahrtrichtung je eine Autospur in eine Radspur umzuwandeln, um der steigenden Zahl an Fahrradfahrern im Stadtgebiet gerecht zu werden. Gleichzeitig soll der Autoverkehr nicht leiden.
Das Gutachten, das zusammen mit einem Ingenieursbüro erstellt wird, soll klären, welche Auswirkungen eine Umgestaltung auf den Verkehr im Stadtgebiet hätte. Dabei sollen die Varianten mit je zwei Autospuren pro Fahrtrichtung mit der Aufteilung für Rad- und Autofahrer verglichen werden. Dabei soll vor allem darauf geschaut werden, wie stark der Verkehr zu Stoßzeiten beeinflusst wird.
Im Fokus steht auch die Anbindung des Clevischen beziehungsweise des Bergischen Rings an die Mülheimer Brücke. Im Rahmen des Gutachtens soll das Ingenieursbüro auch prüfen, ob der Verkehr in Richtung Brücke über beide Straßen möglicherweise anders geleitet werden kann. Ein Ergebnis wird im Laufe des ersten Halbjahres 2027 erwartet.
Sollte eine Umgestaltung der Spuren sinnvoll sein, wäre diese übrigens förderfähig und könnte von der Bezirksregierung bezuschusst werden. Über eine tatsächliche Veränderung der Verkehrsführung müsste allerdings zunächst der Rat der Stadt Köln entscheiden.











