Eine Stunde von Frankfurt
Fachwerk, Schloss, Gassen: Ausflug nach Mittelhessen
Aktualisiert am 30.05.2026 – 02:25 UhrLesedauer: 2 Min.
Nur rund eine Stunde von Frankfurt entfernt liegt eine der schönsten Altstädte Hessens: Marburg bezaubert mit Fachwerk, steilen Gassen und einem Schloss.
Wer durch die Gassen der Marburger Oberstadt spaziert, fühlt sich rasch in eine andere Zeit zurückversetzt: Enge Wege, steile Treppen und Fachwerkhäuser aus unterschiedlichen Jahrhunderten bestimmen das Erscheinungsbild der historischen Altstadt. Hoch über den Dächern der Stadt thront das beeindruckende Landgrafenschloss – und in unmittelbarer Nähe erhebt sich eine der bedeutendsten gotischen Kirchen Deutschlands.
Rund eine Autostunde nördlich von Frankfurt liegt die Universitätsstadt an der Lahn. Besonders die Altstadt gilt als eines der am besten erhaltenen historischen Stadtensembles in ganz Hessen.

Marburgs steiles Stadtbild
Die Marburger Oberstadt zieht sich vom Schlossberg bis zur Lahn hinunter. Die markante Hanglage ist bis heute prägend für das Stadtbild: Viele Wege schlängeln sich als Treppenstufen zwischen eng beieinanderstehenden Häusern den Berg empor.
Im historischen Kern stehen mehr als 700 Gebäude aus der Zeit zwischen dem 14. Jahrhundert und 1866, darunter zahlreiche Fachwerkhäuser mit hervorstehenden Obergeschossen. Große Teile der Altstadt stehen unter Denkmalschutz. In den vergangenen Jahrzehnten wurden viele Gebäude aufwendig restauriert oder auf Grundlage historischer Bausubstanz wiederhergestellt.
Zentraler Treffpunkt ist der Marktplatz mit dem spätgotischen Rathaus, das 1527 fertiggestellt wurde. Rund um den Platz und in den umliegenden Gassen wie der Wettergasse oder der Barfüßerstraße zeigt sich besonders gut, wie dicht und verwinkelt die mittelalterliche Stadtstruktur bis heute geblieben ist.
Schloss mit fast tausendjähriger Geschichte
Über der Altstadt erhebt sich das Landgrafenschloss Marburg, dessen Ursprünge bis ins Mittelalter zurückreichen. Strategisch ausgebaut wurde die Anlage im 13. Jahrhundert; später diente sie unter anderem als Festung, Gefängnis und Archiv.

Nach der Teilung Hessens im Jahr 1567 fiel das Schloss an Hessen-Kassel. Heute beherbergen Teile der Anlage das Universitätsmuseum für Kunst und Kulturgeschichte. Von den Mauern der Schlossanlage eröffnet sich ein weiter Blick über die Dächer der Altstadt und das Lahntal.
Eine der ältesten gotischen Kirchen Deutschlands
Ein weiteres Wahrzeichen der Stadt ist die Elisabethkirche. Sie wurde zwischen 1235 und 1283 über dem Grab der heiligen Elisabeth von Thüringen errichtet.












