
Facebook, WhatsApp und Telegram
Deepfake-Betrug: So schützen Sie sich vor Kriminellen
02.02.2026 – 11:29 UhrLesedauer: 3 Min.
Betrüger haben 2025 über eine Milliarde Dollar durch Deepfakes erbeutet. Facebook, WhatsApp und Telegram sind die größten Einfallstore. Mit diesen Maßnahmen können Sie sich schützen.
Deepfake-Betrüger haben im Jahr 2025 weltweit Schäden in Höhe von über 1,1 Milliarden Dollar verursacht. Das geht aus einer aktuellen Untersuchung des Cybersicherheitsunternehmens Surfshark hervor. Die Verluste haben sich damit im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht – 2024 lagen sie noch bei 360 Millionen Dollar.
Besonders alarmierend: 83 Prozent aller Verluste durch Deepfake-Betrug haben ihren Ursprung auf Social-Media-Plattformen, heißt es in dem Bericht. Drei Dienste stechen dabei besonders hervor: Facebook, WhatsApp und Telegram seien für 93 Prozent der Deepfake-Betrugsverluste verantwortlich, die in sozialen Medien ihren Anfang nahmen.
Facebook führe die Liste mit Verlusten von 491 Millionen Dollar an, gefolgt von WhatsApp mit 199 Millionen Dollar und Telegram mit 167 Millionen Dollar. Andere Plattformen wie TikTok, Instagram und Threads machten knapp 36 Millionen Dollar an Verlusten aus.
„Es überrascht kaum, dass Deepfake-Betrug in sozialen Medien floriert“, sagt Miguel Fornes, Information Security Manager bei Surfshark. Facebook bleibe die weltweit größte Social-Media-Plattform, was sie für Betrüger statistisch gesehen profitabler mache. WhatsApp und Telegram profitierten zudem von einem psychologischen Vertrauensvorschuss, da diese Plattformen üblicherweise für den Kontakt mit Freunden und Kollegen genutzt werden.
Die häufigste Betrugsmasche im Jahr 2025 sei gewesen, dass sich Kriminelle als Prominente ausgaben, um für fiktive Investitionsmöglichkeiten zu werben. Diese Art von Betrug habe 80 Prozent der gesamten Deepfake-Verluste ausgemacht, was insgesamt 886 Millionen Dollar entspreche.
Betrüger hätten Deepfake-Videos und -Audiodateien außerdem genutzt, um sich überzeugend als Unternehmenschefs oder Finanzexperten auszugeben. Eines der bekanntesten Beispiele war das britische Ingenieurbüro Arup: Ein Finanzmitarbeiter hatte an einer Videokonferenz teilgenommen, bei der alle anderen Teilnehmer Deepfakes waren. Ein mit Deepfake erzeugter Finanzchef habe ihn dazu gebracht, eine Zahlung in Höhe von 25 Millionen Dollar zu leisten.
Eine weitere verbreitete Masche sei der sogenannte Romance Scam gewesen, bei dem Kriminelle realistische Videos und Audioaufnahmen nutzten, um gefälschte Liebesbeziehungen aufzubauen. Später hätten sie Geld für angebliche gesundheitliche Notfälle gefordert oder die Opfer dazu gebracht, in betrügerische Geschäfte zu investieren. Durch Liebesbetrug seien Verluste in Höhe von schätzungsweise zehn Millionen Dollar entstanden.
Achten Sie auf visuelle Auffälligkeiten wie unnatürliche Beleuchtung oder Inkonsistenzen im Gesicht sowie Audio-Anomalien wie schlechte Lippensynchronisation. Wenn ein Video einen Prominenten bei einer Verlosung oder ein Unternehmen bei einer bahnbrechenden Ankündigung zeigt, sollten Sie das Video ignorieren und stattdessen die offizielle Webseite besuchen.











