Das Tauchen in extremen Tiefen erfordert viel Training, Erfahrung und Routine. Besonders heikel ist beim Extremtauchen die Dekompression, also die kontrollierte Druckentlastung beim Auftauchen. Sie dauert wesentlich länger als beim üblichen Sporttauchen – teilweise bis zu viereinhalb Stunden. „Das ist mental und körperlich extrem fordernd“, so Alexandra Pischyna.
Eine Wasserratte war die 37-Jährige schon als Kind. Ein Schnuppertauchkurs im Malediven-Urlaub ebnete schließlich den Weg für ihre Leidenschaft. „Ab da war es um mich geschehen, ich hatte glitzernde Augen danach“, erinnert sie sich. In den neun Urlaubstagen unternahm sie direkt elf Tauchgänge. Zurück in Deutschland intensivierte Pischyna ihr Hobby und absolvierte 100 Tauchgänge innerhalb eines Jahres. Sie ließ sich schließlich zu einer technischen Taucherin ausbilden.
Für ihr anspruchsvolles Hobby hat die Bremerhavenerin sogar ihren Alltag umgekrempelt. „Ich lebe für das Tauchen“, sagt sie. Neben ihrem Hauptjob hat sie weitere Nebenjobs, um sich das teure Hobby leisten zu können. Auch Gewichte stemmen im Fitnessstudio gehört dazu, um körperlich fit zu bleiben. Fast jede freie Minute investiert die 37-Jährige in ihr Hobby. Gerne taucht sie auch im Kreidesee in Hemmoor.
Alexandra Pischynas Hobby tut sogar etwas für die Umwelt. Regelmäßig ist sie mit der Organisation „Ghost Diving“ unterwegs. Die Gruppe aus ehrenamtlichen technischen Tauchern sucht unter Wasser nach herrenlosen Fischernetzen, die für Fische, Krebse, Vögel und Robben zur tödlichen Falle werden. „Es ist zwar ein Tropfen auf dem heißen Stein, aber eine Herzensangelegenheit“, so die Taucherin. „Ich möchte damit etwas zurückgeben für die vielen tollen Momente, die ich im Wasser erleben durfte.“












